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Grewia occidentalis L.
synonym:
 Grewia glandulosa Vahl
Lavendel-Sternblüte, Westlicher Sternbusch, Malvaceae - Malvengewächse
Südsommerblüher, X–I, 1–3 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Lavendel-Sternblüte stammt aus dem südlichen und südöstlichen Afrika, wo die Pflanzen an Waldrändern, in Strauchgesellschaften, dem Grasland und an den Küsten auf 0–2.075 m über Meereshöhe vorkommen.

Die Pflanzen wachsen aufrecht bis kletternd. Die Rinde ist grünlich-braun und kahl. Die Laubblätter sind wechselständig, eiförmig-rhombisch bis verkehrt-eiförmig, 2–7,5 cm lang, 2,5–4 cm breit, randständig gekerbt bis gezähnt, beidseits kahl oder flaumig behaart, mit etwa 1,3 cm langem, kahlem Blattstiel. Die Nebenblätter sind rasch hinfällig, linealisch, behaart und etwa 4 mm lang.

Die Blütenstände sind 1–3-blütige Büschel mit kahlem, etwa 15 mm langem Blütenstandsstiel. Die Einzelblüten sind bis 12 mm lang gestielt und haben einen Durchmesser von 1,5–3 cm; die 5 Kelchblätter sind bis 18 mm lang, flaumig behaart, lanzettlich bis verkehrt-eilanzettlich, außen grünlich-weiß, innen purpur- bis rosafarben; die 5 Kronblätter sind meist purpur-, rosa- oder malvenfarbenen, selten weiß, etwa 14 mm lang, lanzettlich oder verkehrt-eiförmig; der 10 mm lange, kahle Griffel hat eine gelappte, grüne Narbe. Später bilden sich 2–5 cm im Durchmesser große, 4-teilige, etwas fleischige, rötlichbraune bis hellviolette Früchte.


Abb. 1 Sprossachse der Grewia occidentalis mit Laubblättern und Blütenknospen, Privatgarten in Essen, 12.09.2026
Abb. 2 Außen grünlich-weiße Kelchblätter der Grewia occidentalis in einem Privatgarten in Essen, 12.09.2026
Abb. 3 Geöffnete Blüte der Grewia occidentalis in einem Privatgarten in Essen, 12.09.2026
Abb. 4 Wechselständige, gekerbte Laubblätter von Grewia occidentalis in einem Privatgarten in Essen, 12.09.2026


Der Gattungsname Grewia L. wurde zu Ehren von Nehemiak Grew (1641–1711) etabliert, einem englischen Botaniker, der zur Sexualität von Pflanzen forschte. Das Epitheton occidentalis stammt von lat. "occidentalis" (= westlich), nach dem westlich gelegenen Verbreitungsgebiet im Vergleich zu den asiatischen Grewiae.

Grewia occidentalis wird als nicht winterhart betrachtet, gleichwohl entsprechend dokumentierte Auspflanzversuche nicht bekannt sind.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Grewia occidentalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/grewia-occidentalis.html am Tg.Mo.Jahr.