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Hemerocallis esculenta Koidz.
synonym:
  Hemerocallis dumortieri var. esculenta (Koidz.) Kitag.
  Hemerocallis middendorffii var. esculenta (Koidz.) Ohwi
  Hemerocallis pedicellata Nakai
Knollen-Hemerocallis, Essbare Taglilie, Hemerocallidaceae - Tagliliengewächse
Sommerblüher, VI–VIII, 50–100 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Knollen-Hemerocallis stammt aus China, Japan und Russland, wo die Pflanzen in lichten Wäldern, Grasland, Felshabitaten, Hänge am Küstenterrassen und an Straßenrändern auf 0–2.500 m über Meereshöhe vorkommen.

Die Pflanzen bilden leicht fleischige Wurzeln mit knollenartigen, spindelförmigen bis eifmörmigen, 2–4 cm langen, etwa 1 cm breiten Verdickungen. Die Laubblätter sind grundständig, linealisch, 40–80 cm lang, 1–1,8 cm breit und weich.

Der Blütenschäfte sind aufrecht bis überhängend, meist etwas kürzer als die Blätter, hohl, ohne sterile Hochblätter. Die Blütenstände sind ährenförmig gegabelt mit 1–4 Blüten; die Blütenstiele sind 3–6 mm lang, der unterste ist gelegentlich mit dem Schaft verwachsen; die (fertilen) Hochblätter sind verkehrteiförmig-lanzettlich bis eiförmig, 1,5–3,5 cm lang, 0,6–1,4 cm breit; die Perigonblätter sind goldgelb, mit 1,5–2,5 cm langer Röhre und ausgebreiteten, 5–6,5 cm langen, 1–2 cm breiten Abschnitten. Die Staubbeutel sind purpurschwarz und etwa 6 mm lang. Später bilden sich 3-kammerige, fast elliptische, 2–2,5 cm lange und 1,2–1,4 cm breite Kapselfrüchte.


Abb. 1 Blüte der Hemerocallis esculenta, wegen der Trockenheit nicht ganz entfaltet. Botanischer Garten Heidelberg, 25.07.2026
Abb. 2 Kapselfrüchte von Hemerocallis esculenta im Botanischen Garten Heidelberg, 25.07.2026
Abb. 3 Blüten der Hemerocallis esculenta im Botanischen Garten Heidelberg, 25.07.2026
Abb. 4 Bestand der Hemerocallis esculenta im Botanischen Garten Heidelberg, 25.07.2026

Des Gattungsname Hemerocallis L. leitet sich ab von gr. "hemera" (= Tag) und gr. "kallos" (= Schönheit), zu gr. "hemerokallis" (= nur einen Tag schön), nach der kurzen Blühzeit der einzelnen Blüte. Das Epitheton esculenta stammt von lat. "esculentus" (= essbar), nach den knollenartigen Verdickungen der Wurzeln und den Blütenblättern die am Naturstandort gegessen werden.

Hemerocallis esculenta ist ein attraktiver Sommerblüher für den sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Pflanzen sind anspruchslos.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Hemerocallis esculenta. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/helleborus-lividus.html am Tg.Mo.Jahr.