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Iris ×conglomerata N. C. Hend.
Bart-Iris, Iridaceae - Irisgewächse (Schwertliliengewächse)
Frühsommerblüher, IV–VII, 20–120 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Bart-Iris besitzt keinen Naturstandort, sondern ist eine züchterische Mehrfachhybride aus zahlreichen Wildarten, anfänglich aus den mediterranen Arten Iris cypriana Foster & Baker, I. trojana A. Kern. ex Stapf und I. mesopotamica Dykes, später noch I. subbiflora Brot., I. humilis Georgi, I. reichenbachii Heuff., I. imbricata Lindl., I. attica Boiss. & Heldr., I. aphylla L., I. albicans Lange und vielen weiteren anderen.

Es sind sommergrüne Pflanzen mit einem kriechenden Rhizom, aus dem aufrechte, runde oder abgeflachte, bis 120 cm hohe Stängel entspringen. Die Laubblätter reiten 2-zeilig, sind alle gleich, grün bis grau-grün, schwertförmig, ohne prominente Mittelrippe, meist 20–40 cm lang und 2,5–4,5 cm breit.

Die Blütenstängel tragen 1–2 bis etwa 5 cm lange Äste. Die Hochblätter sind grün, gelegentlich mit violetter oder blauer Färbung, manchmal an der Basis grün mit randständigen Schuppen. Die Blüten sind 9–10 cm im Durchmesser groß, blau, violett, gelb, weiß oder mehrfarbig. Die Kelchblätter tragen auf der Oberseite ein markantes Band aus gelben oder weißen Haaren. DIe Kronröhre ist mit 1,9–2,5 cm länger als die Hochblätter. Später bilden sich elliptische Kapselfrüchte, die dunkelbraune Samen enthalten.

Da es sich bei Iris ×conglomerata um einen Hybridkomplex handelt und immer wieder neue Sorten gezüchtet werden, können die Merkmale von oben genannten abweichen.


Abb. 1 Blüte und Hochblätter einer Iris ×conglomerata im Botanischen Garten Leipzig, 04.05.2025


Der Gattungsname Iris L. geht auf gr. "iris" (= Regenbogen) zurück und verweist auf die farbenreichen Blüten der Arten der Gattung. Auch in der Medizin wird die Regenbogenhaut des Auges Iris genannt. Das Epitheton conglomerata stammt von lat. "conglomeratus" (= gehäuft), nach der hybridogenen Herkunft aus mehreren anderen Irides-Arten.

Mit Iris ×conglomerata gibt es eine Fülle hübscher Iris-Arten, die durch ihre exotischen Blüten bestechen. Züchterisch wurden unterschiedliche Höhen als "Iris barbata nana", "media" und "elatior" beschrieben. Die Pflanzen können sowohl im lichten Schatten als auch sonnig gedeihen. Der Boden sollte nicht allzu trocken sein, ansonsten sind die Ansprüche gering.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2025: Iris conglomerata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/iris-conglomerata.html am Tg.Mo.Jahr.