Jasminum nudiflorum Lindl.
Winterjasmin, Oleaceae - Ölbaumgewächse
Winterblüher, XI–III, 30–500 cm hoch, sommergrün, mehrjährig
Der Winterjasmin stammt aus dem Himalaya, China, wo die Pflanzen in Strauchgesellschaften, auf Hängen oder in Schluchten auf 800–4.500 m über Meereshöhe vorkommen.
Die Pflanzen wachsen niederliegend oder klimmend, bilden dichte Teppiche oder kissenartige Sträucher; auf felsigem Terrain auch als hängende oder kriechende Pflanzen. Die Sprosse können Längen von bis zu 5 m erreichen, sind 4-kantig, leicht geflügelt, etwas verholzend und laubabwerfend. Die Blätter sind gegenständig, gestielt, einfach oder 3-teilig, bis 2,2 cm lang.
Jasminum nudiflorum ist ein echter Winterblüher. Die Blüten erscheinen vor den Blättern, stehen meist einzeln, sind achselständig, mit 5–6 gelben Kronblättern und grünem Kelch. Sie duften im Gegensatz zur Mehrheit der Jasmine nicht. Früchte bilden sich am Naturstandort zum Sommer hin. Es sind elliptische Beeren; bei Kultur in Mitteleuropa werden sie jedoch nur selten gebildet. Siehe auch Jasminum L.
Der Gattungsname Jasminum L. wurde von Linné aus antiker Literatur übernommen, mit unklarem Benennungsmotiv, gr. "iasme" (= Jasmin). Das Epitheton nudiflorum stammt von lat. "nudus" (= nackt) und lat. "-florus" (= blütig) und und bezieht sich auf die frühe Blüte, bevor die Blätter erscheinen. Echte Nacktblütigkeit, also das Fehlen einer Blütenhülle, ist nicht gemeint.
Jasminum nudiflorum ist gut winterhart. In kalten Regionen sind geschützte Standorte ratsam. Zurückfrierende Pflanzen erholen sich meist wieder, insbesondere jene, die bewurzelte Absenker gebildet haben. Jasminum nudiflorum können Sie sowohl als Bodendecker als auch als Rankpflanze ziehen, je nach Geschmack.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2025: Jasminum nudiflorum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/jasminum-nudiflorum.html am Tg.Mo.Jahr.