Koenigia alpina (All.) T. M. Schust. & Reveal
synonym:
Aconogonon alpinum (All.) Schur
Aconogonon polymorphum (Ledeb.) Nakai
Persicaria alpina (All.) H. Gross
Pleuropteropyrum alpinum (All.) Kitag.
Polygonum alpinum All.
Polygonum polymorphum Ledeb.
inklusive:
Aconogonon ×fennicum Reiersen
Koenigia ×fennica (Reiersen) T. M. Schust. & Reveal
Alpen-Knöterich, Polygonaceae - Knöterichgewächse
Sommerblüher, VI–VII, 30–100 cm hoch, sommergrün, mehrjährig
Der Alpen-Knöterich stammt aus einem großen Verbeitungsgebiet, welches von Südwesteuropa (Spanien) bis nach Ostasien (China) reicht. Natürlicherweise tritt er selten in Österreich auf, in Deutschland ist er selten eingebürgert. Bevorzugt besiedeln die Pflanzen Gebirgswiesen und -rasen, lichte Wälder, Strauchgesellschaften, Felsfluren und Hochstaudengesellschaften.
Es sind aufrecht wachsende, sommergrüne Pflanzen mit lockerer Verzweigung. Die Stängel sind verkahlend mit wenigen Haaren unterhalb der Knoten. Die Laubblätter sind 1,5–8 mm lang gestielt, behaart oder kahl, 5–13 cm lang, 1–3,5 cm breit, lanzettlich oder lanzettlich-eiförmig, unterseits behaart bis wollig-filzig mit undeutlichen Seitennerven, oberseits kahl oder spärlich behaart; die Ochrea ist dünnhäutig, behaart und 1,2–2,6 cm lang.
Die Blütenstände sind einfache oder verzweigte, endständige, 6–16 cm lange Rispen; die Ochreolen sind gestutzt und häutig; die Tragblätter sind eiförmig, stumpf, 0,75–1 mm lang, 0,5–0,6 mm breit; die Blütenstiele sind kahl, 0,6–1,7 mm lang und gegliedert; die 5 Perigonblätter sind annähernd gleich groß, cremeweiß oder gelegentlich hellgelb, 1,5–3,5 mm lang, 0,8–1,5 mm breit; es finden sich 8 Staubblätter und 3 Griffel mit kopfigen Narben. Später bilden sich 3-kantige, 3–4,5 mm lange, 1,6–2,8 mm breite, dunkelbraune und glänzende Nussfrüchte.
Der Garten-Bergknöterich Koenigia ×fennica Reiersen ist eine Hybride von K. weyrichii (F. Schmidt) T. M. Schust. & Reveal und K. alpina, die gelegentlich in Gärten angebaut wird. Meist sind die Pflanzen steril. Die Pflanzen wachsen aufrecht, sind 130–180 cm hoch und verzweigt. Die Laubblätter sind eilanzettlich, obere Blätter am Grund keilförmig, untere und mittlere Blätter am Grund abgerundet, unterseits dicht behaart mit deutlich hervortretenden Seitennerven; die Ochrea ist braun, häutig und behaart.
Die Blüten stehen in endständigen, weit ausladenden Rispen; die Perigonblätter sind cremeweiß; Griffel sind kurz, 0,2 mm lang; die kopfigen Narben sitzen fast direkt auf dem Fruchtknoten.
Der Gattungsname Koenigia L. wurde zu Ehren von Johann Gerhard König etabliert, einem deutschen Naturforscher. Das Epitheton alpina verweist auf den Naturstandort in (sub-)alpinen Regionen.
Koenigia alpina und die gelegentlich in Gärten angebaute K. ×fennica sind hübsche Sommerblüher für sonnige Stellen im Garten. Die Winterhärte reicht bis Z 7.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Koenigia alpina. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/koenigia-alpina.html am Tg.Mo.Jahr.