Rubus setchuenensis Bureau & Franch.
synonym:
Rubus cavaleriei H. Lév. & Vaniot
Rubus clemens Focke
Rubus lyi H. Lév.
Rubus omeiensis Rolfe
Rubus pacatus Focke
Rubus singulifolius Focke
Setchuan-Himbeere, Rosaceae - Rosengewächse
Sommerblüher, VII–VIII, 2–5 m hoch, sommergrün, mehrjährig
Die Setchuan-Himbeere stammt aus Süd-China, wo die Pflanzen in Strauchgesellschaften, Rodungsflächen und entlang von Wegesrändern auf 500–3.000 m über Meereshöhe vorkommen.
Es sind kräftige, 2–5 m hohe, laubabwerfende Sträucher mit zu Beginn aufrechten Trieben, die später überhängen und dann bewurzeln können. Die Stämmchen sind anfangs gelblich-braun, später braun oder rot-braun, stielrund, dicht gelblich behaart, später verkahlend und nicht bewehrt. Die Blätter sind ungeteilt, fast rund bis breit eiförmig, 7–15 cm im Durchmesser groß, handförmig 5-nervig, 5–7-lappig, unterseits dicht grau filzig, randstängig flach gezähnt, mit 5–7 cm langem, gelblich behaartem, meist nicht bewehrtem Blattstiel und hinfälligen, eiförmigen bis eiförmig-lanzettlichen, 7–11 mm langen, behaarten, oben geschlitzten Nebenblättern.
Die Blütenstände sind axilläre oder terminale Rispen, 8–20 cm lang, mit eiförmigen bis eiförmig-lanzettlichen, 5–9 mm langen, 3–5 mm breiten, behaarten, oben geschlitzten Hochblättern; die Einzelblüten sind 1–1,5 cm im Durchmesser groß, mit etwa 1 cm langem Stiel; die Kelchblätter sind eiförmig-lanzettlich, ganzrandig oder geschlitzt; die Kronblätter sind purpurrot, verkehrt eiförmig bis fast rund, 4–6 mm im Durchmesser groß, kleiner als die Kelchblätter und kahl. Später bilden sich schwarze, halbkugelige, etwa 1 cm im Durchmesser große, kahle Früchte, die oft vom persistierenden Kelch umschlossen werden.
Der Gattungsname Rubus L. wurde schon vorlinnäisch gebraucht, lat. "rubus" (= Brombeerstrauch). Das Epitheton setchuenensis verweist auf den Naturstandort Sichuan im Südwesten Chinas.
Rubus setchuenensis gehört zu den höher wachsenden Rubusarten und eignet sich für die Gestaltung von Hochstaudenbeeten oder das tropische Design. Wie andere Rubus-Arten auch ist R. setchuenensis unkompliziert in der Haltung und toleriert unterschiedliche Böden als auch schattigere Lichtverhältnisse.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Rubus setchuenensis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/rubus-setchuenensis.html am Tg.Mo.Jahr.