Rubus ulmifolius Schott
synoynm:
Rubus discolor Weihe & Nees
Rubus ulmifolius var. bellidiflorus (Koch) Focke
Mittelmeer-Brombeere, Rosaceae - Rosengewächse
Sommerblüher, IV–IX, 1–3 m lang, immergrün, mehrjährig
Die Mittelmeer-Brombeere stammt aus dem Mittelmeerraum, wo die Pflanzen an Waldrändern, in Strauchgesellschaften, auf Ruderalflächen oder an Wegesrändern auf 0–1.500 m über Meereshöhe vorkommen.
Es sind sommergrüne, dichte, bis 3 m hohe Sträucher. Die Zweige sind anfangs bläulich, behaart und bereift, später braun, kahl, ohne oder mit wenigen, kantenständigen, aufrechten bis sichelförmig gekrümmten, 3–10 mm langen Stacheln. Überhängende Zweige können bei Bodenkontakt bewurzeln. Die Blätter sind handförmig 3–5-lappig geteilt; die Nebenblätter sind fadenförmig bis schmal-linealisch und 4–12 mm lang; die Endblättchen sind eiförmig, elliptisch bis rundlich, 4–10 cm lang, 2–9 cm breit, gesägt, unterseits auf den Nerven mit hakigen Stacheln und Haaren.
Die Blütenstände stehen terminal, sind 10–60-blütig mit behaarten, unbewehrten oder stacheligen Blütenstielen; die Kronblätter sind rosafarben oder weiß, verkehrt eiförmig bis fast rund, 5–12 mm lang; die Kelchblätter sind weißfilzig. Später bilden sich schwarze, fast kugelige, 1–1,5 cm im Durchmesser große, 10–40-teilige Sammelfrüchte.
Der Gattungsname Rubus L. wurde schon vorlinnäisch gebraucht, lat. "rubus" (= Brombeerstrauch). Das Epitheton ulmifolius stammt von Ulmus L. und lat. "-folius" (= -blättrig), zu "ulmenblättrig", nach der Ähnlichkeit der Laubblätter.
Rubus ulmifolius ist eine dekorative Rubus-Art, die neben den hübschen Blüten mit leckeren Früchten besticht. Die Pflanzen sind robust und tolerieren Standorte im Halbschatten als auch sonnig. Die Ansprüche an den Boden sind gering; winterhart bis Z 7a. Man beachte das nicht unerhebliche Invasionspotential.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Rubus ulmifolius. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/rubus-ulmifolius.html am Tg.Mo.Jahr.