Sophora japonica L.
synonym:
Anagyris chinensis Spreng.
Macrotropis foetida DC.
Ormosia esquirolii H. Lév.
Pongamia chinensis DC.
Robinia mitis Lour.
Sophora angustifoliola Q. Q. Liu & H. Y. Ye
Sophora mairei H. Lév.
Sophora pubescens Tausch
Sophora sinensis Forrest
Sophora vanioti H. Lév.
Styphnolobium japonicum (L.) Schott
Japanischer Schnurbaum, Fabaceae - Hülsenfruchtgewächse
Sommerblüher, VIII–IX, bis 25 m hoch, sommergrün, mehrjährig
Der Japanische Schnurbaum stammt aus Japan und Korea, wo die Pflanzen in Trockenwäldern, Strauchgesellschaften und Auwäldern auf 0–1.000 m über Meereshöhe vorkommen.
Die Pflanzen wachsen meist 1-stämmig, aufrecht, mit ausladender Krone und können am Naturstandort Höhen bis 25 m erreichen. Die Borke ist grau-braun und längs gestreift. Junge Zweige sind grün und kahl. Die Nebenblätter sind eiförmig bis linealisch und rasch hinfällig; der Blattstiel ist an der Basis verdickt; die Laubblätter sind 15–25 cm lang, eiförmig-lanzettlich oder eiförmig-länglich, 2,5–6 cm lang, 1,5–3 cm breit, unterseits blaugrün und behaart, später verkahlend; mit 9–15 Fiederblättern.
Die Blütenstände sind endständige, bis 30 cm lange Rispen mit pfriemlichen Tragblättern; die Kelche sind glockenförmig, 3,5–4,5 mm lang mit 5 stumpfen und behaarten Zähnen; die Blütenkronen sind weiß oder cremegelb, selten purpurrot; die Fahnen sind breit eiförmig, mit kurzem Nagel, an der Basis herzförmig, an der Spitze ausgerandet; die Flügel sind eiförmig-länglich, etwa 10 mm langm und 4 mm breit; die Schiffchen sind ähnlich den Flügeln. Später bilden sich grüne, perlschnurartige, 2,5–5 lange, etwa 1 cm breite, zwischen den Samen deutlich eingeschnürte Hülsenfrüchte mit jeweils 1–6 gelbgrünen, eiförmigen Samen.
Der Gattungsname Sophora L. (= Schnurbaum) ist indonesischen Ursprungs und bezog sich ursprünglich auf das morphologisch ähnliche Taxon Cassia sophera L. Da beide in der Volksheilkunde den selben Einsatzbereich (abführende Wirkung) hatten, übertrug Linné das Etymon auf den Schnurbaum. Das Epitheton japonica verweist auf den Naturstandort.
Der Japanische Schnurbaum wird häufig als Straßenbegeitgrün, in Parks oder Gärten angebaut. Die Art ist ein hübscher Sommerblüher und verträgt ausgesprochen gut Trockenheit.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Sophora japonica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sophora-japonica.html am Tg.Mo.Jahr.