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Sophora microphylla Aiton
synonym:
  Edwardsia grandiflora var. microphylla (Aiton) Hook. f.
  Edwardsia microphylla (Aiton) Salisb.
  Sophora tetraptera L. f.
Kleinblättriger Schnurbaum, Fabaceae - Hülsenfruchtgewächse
Hochsommerblüher, VIII–IX, bis 6–25 m hoch, immergrün, mehrjährig

Der Kleinblättrige Schnurbaum stammt aus Neuseeland, wo die Pflanzen entlang von Flussufern, auf Küstenklippen, in Feuchtgebieten und Strauchgesellschaften auf 0–1.000 m über Meereshöhe vorkommen.

Junge Pflanzen wachsen oft strauchig, mehrstämmig, stark verzweigt und mit "ineinander verwobenen", zick-zack-förmigen Zweigen. Mit dem Älterwerden verliert sich dieser Habitus und die Pflanzen wachsen dann meist 1-stämmig, aufrecht, mit ausladender Krone und können am Naturstandort Höhen bis 25 m erreichen. Die Laubblätter sind 1-fach unpaarig gefiedert, bis 15 cm lang, behaart, mit 30–50 Fiederblättern, die elliptisch bis breit oval oder rund und bis 1,2 cm lang sind.

Die Blütenstände sind hängende Trauben mit bis zu 7 Einzelblüten und bis 16 mm langem Blütenstandsstiel; die Hochblätter sind 1,8–3,4 mm lang; die Blütenkelche sind becherförmig, grüngelb, 5–11 mm lang und 7–10 mm breit; die Kronblätter sind gelb. Später bilden sich bis 5–20 cm lange Hülsenfrüchte, die bis zu 12 gelblich-braune, 5,5–8,5 mm lange, 4,0–5,5 mm breite, kugelige Samen enthalten.


Abb. 1 Laubblätter und Blüten von Sophora microphylla im Sommer in einem Privatgarten, 01.07.2003
Abb. 2 Die Blüten von Sophora microphylla sind goldgelb und stehen in Trauben, Privatgarten, 01.07.2003


Der Gattungsname Sophora L. (= Schnurbaum) ist indonesischen Ursprungs und bezog sich ursprünglich auf das morphologisch ähnliche Taxon Cassia sophera L. Da beide in der Volksheilkunde den selben Einsatzbereich (abführende Wirkung) hatten, übertrug Linné das Etymon auf den Schnurbaum. Das Epitheton microphylla stammt von gr. "mikros" (= klein) und gr. "phyllon" (= Blatt), zu "kleinblättrig", nach den relativ kleinen Laubblättern innerhalb der Gattung.

Vom Kleinblättrigen Schnurbaum gibt es kaum erfolgreiche Anbauversuche in Mitteleuropa. Die Art ist bei längeren Frostperioden gefährdet und allenfalls an besonders geschützten Standorten der Z 8 erfolgreich im Freiland über den Winter zu bringen, da die Winterhärte kaum bis –12 °C reicht. Besser erscheint die Kübelhaltung und die Überwinterung im kühlen Gewächshaus oder Wintergarten. Die bekannteste Sorte ist 'Sun King' mit großen gelben Blüten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Sophora microphylla. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sophora-microphylla.html am Tg.Mo.Jahr.