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Tetracentron sinense Oliv.
Vierspornbaum, Trochodendraceae - Radbaumgewächse
Frühlingblüher, IV–VII, 10–40 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Vierspornbaum stammt aus Ostasien (Bhutan, China, Indien, Myanmar, Nepal und Vietnam), wo die Pflanzen entlang von Gewässern, in Misch- und Hartlaubwäldern der Mittelgebirge auf 1.100–3.500 m über Meereshöhe vorkommen.

Die Zweige sind graubraun und kahl. Die Nebenblätter sind schmal länglich und etwa 1 cm lang. Die Laubblätter sind 2–4 cm lang gestielt, breit eiförmig, 7–16 cm lang, 4–12 cm breit, oberseits dunkelgrün, unterseits heller, an der Basis herzförmig bis selten abgestutzt-gerundet, fein gesägt, mit 5–7 handförmigen Blattadern.

Die Blütenstände sind hängend, 6–15 cm lang, kurz gestielt, mit jeweils 80–125 Blüten; die Tragblätter sind 0,3–0,5 mm lang und 0,4–0,7 mm breit; die Blüten sind gelblich-grün, sitzend und 1–2 mm im Durchmesser groß; die Kelchblätter sind eiförmig bis kreisrund, 1–2 mm lang und ganzrandig; die Staubblätter ragen aus der Blüte heraus. Später bilden sich 2,5–5 mm lange Sammelbalgfrüchte mit 4–6 Samen pro Balgfrucht; die Samen sind spindelförmig, 2–3 mm lang, abgeflacht und geflügelt.


Abb. 1 Eiförmige Laubblätter des Tetracentron sinense, Museums Insel Hombroich, Neuss, 04.06.2026
Abb. 2 Streng zeilig angeordnete Laubblätter beim Tetracentron sinense. Museums Insel Hombroich, Neuss, 04.06.2026
Abb. 3 Graubraune Zweige und Laubblätter des Tetracentron sinense. Museums Insel Hombroich, Neuss, 04.06.2026


Der Gattungsname Tetracentron Oliv. leitet sich ab von gr. "tetra" (= vier) und gr. "kentron" (= Sporn), was sich auf die 4 Sporne der 4-kantigen Früchte bezieht, die von den an der Fruchtbasis verbleibenden Griffeln gebildet werden. Das Art-Epitheton sinense verweist auf den Naturstandort (= chinesisch).

Mit seinen streng 2-zeiligen Laubblättern ist der Vierspornbaum ein architektonisch auffälliger Baum, der aus dem Erdzeitalter des Tertiär stammt. Da es große Bäume werden, sollte ausreichend Platz im Garten vorhanden sein. Die Pflanzen benötigen Platz im Garten. Tetracentron sinense ist bis Z 7a winterhart. Ideal wäre ein immer leicht feuchter, auch humusreicher, durchlässiger Boden. Saure oder neutrale Böden werden bevorzugt.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Tetracentron sinense. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/tetracentron-sinense.html am Tg.Mo.Jahr.