Tilia henryana Szyszył.
Henrys Linde, Malvaceae - Malvengewächse
Sommerblüher, VI–VII, bis 25 m, sommergrün, mehrjährig
Henrys Linde stammt aus Zentral- und Südostchina, wo die Pflanzen in gemäßigten Berg- und Laubwäldern auf 600–2.000 m über Meereshöhe vorkommen.
Henrys Linde wächst aufrecht, meist einstämmig mit runder bis eiförmiger Krone. Die Borke ist rauh, rissig und hellgrau. Junge Triebe sind gelblich sternhaarig bis kahl. Die Laubblätter sind rund, 6–10 cm lang und breit, oberseits dunkelgrün, unterseits dicht gelblich sternhaarig oder nur in den Achseln der Nervatur, typischerweise finden sich 10–12 Seitennerven die in 3–5 mm langen Grannenspitzen auslaufen; die Blattstiele sind 3–5 cm lang und gelblich behaart.
Die Blütenstände sind 30–100-blütig, 10–12 cm lang, mit sternhaarigem Blütenstandsstiel; die Tragblätter sind schmal verkehrt lanzettlich, 7–10 cm lang, 1–1,3 cm breit, unterseits gelblich sternhaarig, oberseits manchmal kahl und für 3–5 cm mit dem Blütenstandsstiel verwachsen; die Blütenstiele sind 7–9 mm lang und behaart; die Einzelblüten sind 5-zählig mit 6–7 mm langen, hellgelben Kronblättern und 4–5 mm langen, schmal eiförmigen, cremefarbenen Kelchblättern. Später bilden sich verkehrt eiförmige, 5-kantige, 7–9 mm lange, sternhaarige Früchte.
Der Gattungsname Tilia L. existierte schon vorlinnäisch und stammt von lat. "tilia" (= Linde), mit unbekanntem Benennungsmotiv. Das Epitheton henryana wurde zu Ehren von Augustine Henry (1857–1930) etabliert, einem britischen Pflanzenforscher, der das Typusexemplar sammelte.
Henrys Linde ist eine ausgesprochen dekorative Linde. In Mitteleuropa benötigt sie einen sonnigen und geschützten Standort; die Pflanzen bleiben meist kleiner als am Naturstandort.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Tilia henryana. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/tilia-henryana.html am Tg.Mo.Jahr.