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Tilia mongolica Maxim.
Mongolische Linde, Malvaceae - Malvengewächse
Sommerblüher, VI–VII, bis 10 m, sommergrün, mehrjährig

Die Mongolische Linde stammt aus Ostasien (überwiegend China mit Innere Mongolei und vereinzelt Mongolei), wo die Pflanzen in Mischwäldern, in Schluchten und Tälern auf 800–2.000 m über Meereshöhe vorkommen.

Die Mongolische Linde wächst aufrecht, ein- oder mehrstämmig mit runder bis eiförmiger, oft unregelmäßiger Krone. Die Borke ist anfangs glatt, später unregelmäßig längs gefurcht und grau. Blattstiele und junge Zweige sind kahl. Die Laubblätter sind breit eiförmig bis rundlich, am Grunde leicht herzförmig, 2–6 cm lang, 3,5–5,5 cm breit, oberseits kahl und grün, unterseits grün mit Behaarung an der Nervatur, randständig unregelmäßig gesägt, mit 4–5 Nervenpaaren und gewöhnlich 3-lappiger Spitze.

Die Blütenstände sind 6–12-blütig, 5–8 cm lang, mit kahlem Blütenstandsstiel. Die Blütenstängel sind 5–8 mm lang; die Hochblätter sind etwa 1 cm lang gestielt, schmal länglich, 3,5–6 cm lang, 0,6–1 cm breit, beideits kahl und mit dem Blütenstandsstiel etwa zur Hälfte verwachsen; die Kelche sind lanzettlich, 4–5 mm lang, unterseits fast kahl; die Kronblätter sind 6–7 mm lang; die Staubblätter sind etwa so lang wie die Kelche; die Stempel sind kahl. Später bilden sich verkehrt eiförmige, 5-kantige, 6–8 mm lange Früchte.


Abb. 1 Längsrissige, graue Borke der Tilia mongolica im Botanischen Garten Mainz, 17.06.2026
Abb. 2 Laubblätter, Blüten und Früchte der Tilia mongolica im Botanischen Garten Mainz, 17.06.2026
Abb. 3 Blütenstand der Tilia mongolica im Botanischen Garten Mainz, 17.06.2026
Abb. 4 Gezähntes Laubblatt der Tilia mongolica mit 3 Lappen. Botanischer Garten Mainz, 17.06.2026
Abb. 5 Krone einer Tilia mongolica im Botanischen Garten Mainz, 17.06.2026
Abb. 6 Blühende Zweige einer Tilia mongolica im Botanischen Garten Mainz, 17.06.2026


Der Gattungsname Tilia L. existierte schon vorlinnäisch und stammt von lat. "tilia" (= Linde), mit unbekanntem Benennungsmotiv. Das Epitheton mongolica verweist auf den Naturstandort (Innere Mongolei und Mongolei).

Die Mongolische Linde gehört zu den etwas kleineren Linden. Sie ist wesentlich trockenresistenter als die heimischen Arten und hat ein deutlich kleineres Laubblatt. Mit Formschnitt kann die Art ohne Weiteres auch in kleineren Gärten angebaut werden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Tilia mongolica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/tilia-mongolica.html am Tg.Mo.Jahr.