Tilia tomentosa Moench
synonym:
Tilia argentea Desf. ex DC.
Silber-Linde, Malvaceae - Malvengewächse
Sommerblüher, VII–VIII, bis 30 m, sommergrün, mehrjährig
Die Silber-Linde stammt aus dem südosteuropäischen Raum und Kleinasien, wo die Pflanzen in Wäldern bis auf 1.300 m über Meereshöhe wachsen. In Mitteleuropa tritt die Art selten verwildert auf.
Die Silber-Linde wächst aufrecht, meist einstämmig mit runder bis eiförmiger Krone. Die Borke ist anfangs glatt, später längs gefurcht und graubraun. Junge Triebe sind filzig. Die Laubblätter sind rund, etwas asymmetrisch, 7–13 cm lang, randständig scharf gesägt, oberseits dunkelgrün, unterseits filzig, weiß oder silbergau; die Blattstiele sind 2–3 cm lang und filzig.
Die Blütenstände sind 5–10-blütige, sternhaarige Trugdolden, deren Blütenstandsstiele mit einem flaumig behaarten Tragblatt verwachsen sind. Die Einzelblüten sind 5-zählig mit hellgelben Kronblättern und cremefarbenen Kelchblättern.
Der Gattungsname Tilia L. existierte schon vorlinnäisch und stammt von lat. "tilia" (= Linde), mit unbekanntem Benennungsmotiv. Das Epitheton tomentosa stammt von lat. "tomentosus" (= filzig), nach der weiß filzigen Blattunterseite.
Die Silber-Linde ist zwar eher für größere Gärten geeignet, kann aber, da sie gut schnittverträglich ist, mit Formschnitt ohne Weiteres als kleinerer Baum angebaut werden.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2025: Tilia tomentosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/tilia-tomentosa.html am Tg.Mo.Jahr.