Toxicodendron vernix (L.) Kuntze
synonym:
Rhus vernix L.
Giftsumachstrauch, Anacardiaceae, Sumachgewächse
Frühsommerblüher, V–VI, 3–7 m hoch, sommergrün, mehrjährig
Der Giftsumachstrauch stammt aus dem östlichen Nordamerika, wo die Pflanzen an feuchten Standorten wie in Mooren, Torfsümpfen, sumpfigen Wälder und entlang von Gewässern auf 0–900 m über Meereshöhe vorkommen.
Der Giftsumachstrauch wächst meist mehrstämmig und verzweigt vom Grund her, mit einem Stammdurchmesser von 38-46 cm. Die Borke ist graubraun. Die Zweige sind kahl und grau. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert, mit 9–13 kurz gestielten Fiedern und purpurfarbenen, anfangs behaarten, später verkahlenden Blattstielen; die Fiedern sind 5–10 cm lang, eiförmig bis verkehrt eiförmig und ganzrandig.
Der Blütenstand ist rispenförmig, behaart und trägt zahlreiche, bis 1 cm lang gestielte, 5-zählige Einzelblüten. Die Blüten sind 3 mm im Durchmesser groß, die Kronblätter gelb, bis 2,5 mm lang und länglich oval. Später bilden sich nierenförmige, bis 4,5 mm lange Steinfrüchte. Später bilden sich gelblichweiße, etwa 3 mm im Durchmesser große Früchte.
Der Gattungsname Toxicodendron Mill. stammt von gr. "toxicon" (= Gift) und gr. "dendron" (= Baum), nach dessen giftigen Bestandteilen. Das Epitheton vernix stammt von der nordafrikanischen Stadt Bengasi (lat. "Berenice", Plinius der Ältere), einem antiken Handelspunkt des Sumachlacks, später entwickelte sich daraus der Begriff Firnis.
Der Giftsumachstrauch ist ein sehr harter Strauch für den Gehölzgarten an feuchter Stelle. Ein Anbau sollte in dem Bewusstein der Kontakttoxität erfolgen.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Toxicodendron vernix. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/toxicodendron-vernix.html am Tg.Mo.Jahr.