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Acrostichum aureum L.
  synonym: Acrostichum guineense Gand.
                 Acrostichum inaequale Willd.
                 Chrysodium aureum (L.) Mett.
                 Chrysodium inaequale (Willd.) Fée
                 Chrysodium vulgare Fée<

Goldener Lederfarn, Goldener Mangrovenfarn, Pteridaceae - Saumfarngewächse
50–300 cm, immergrün, mehrjährig

Der Goldene Lederfarn ist weltweit in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet. Bevorzugt siedelt er an schattigen Standorten in Mangrovenwäldern, Sümpfen, Marschen, Brackwasserzonen und entlang von Gewässern und auf Ruderalstandorten in Höhen von 0–50 m über NN. Die Pflanzen bilden kriechende, aufsteigende, zumeist verzweigende "Stämme" (Caudices), die von dunkelbraunen Spreuschuppen, Wedelstielen und Adventivwurzeln bedeckt sind. Die Wedel sind ledrig, mehr oder weniger bogig überhängend, 100–300 cm lang, 12–50 cm breit, unpaarig 1-fach gefiedert mit 24–40 Fiederblättern, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits matt graugrün oder braun durch dicht gepackte Sporangien. Die Fiederblätter überlappen sich nicht, sind 10–34 cm lang, 1,3–7 cm breit, linear bis linear-lanzettlich. Ähnlich der Gattung Blechnum L. besitzt der Goldene Lederfarn zwei Erscheinungsformen der Wedel: sterile Trophophylle, die der Assimilation dienen und fertile, sporentragende Wedel (Sporophylle). Fertile Wedel sind eher aufrecht und höher als die Trophophylle. Nur die obersten 6–12 Fiederblätter eines Sporophylls sind unterseits dicht flächig mit braunen oder rotbraunen Sporangien bedeckt, Sori (Sporengruppen) werden nicht gebildet. Trophylle hingegen sind etwas kleiner und überhängend.

Der sehr ähnliche Große Lederfarn, Acrostichum danaeifolium Langsd. & Fisch., wächst bevorzugt an sonnigen Standorten in Sümpfen, Mooren oder Brackwasserzonen, während A. aureum bevorzugt in schattigen Habitaten anzutreffen ist. Auf den Sporophyllen von A. danaeifolium tragen fast alle Fiederblätter Sporangien, während beim A. aureum lediglich die oberen 6–12 Fiederblätter welche tragen. Das A. danaeifolium hat deutlich mehr als 20 Fiederblätter und ist größer, während A. aureum zumeist weniger als 20 (selten bis 40) Fiederblätter aufweist.


Abb. 1 Pflanze des Acrostichum aureum in einem sumpfigen Hartlaubwald auf Sanibel Island, Florida, 18.10.2018, 1 m, 26° 25' 38 N, 82° 05' 15 W Abb. 2 Unterseite der Fiederblätter des Acrostichum aureum mit braunen Sporangien. Hartlaubwald auf Sanibel Island, Florida, 18.10.2018, 1 m, 26° 25' 38 N, 82° 05' 15 W

Abb. 3 Wedelspitze von Acrostichum aureum in einem sumpfigen Hartlaubwald auf Sanibel Island, Florida, 18.10.2018, 1 m, 26° 25' 38 N, 82° 05' 15 W Abb. 2 Steriler Wedel des Acrostichum aureum mit etwas voneinander entfernt stehenden Fiederblättern. Hartlaubwald auf Sanibel Island, Florida, 18.10.2018, 1 m, 26° 25' 38 N, 82° 05' 15 W


Der Gattungsname Acrostichum L. stammt von gr. "akros" (= höchster, oberster) und gr. "stichos" (= Zeile, Vers), nach den dicht gedrängt stehende Sori, die eine linienartige Zeichnung ergeben. Das Epitheton aureum leitet sich ab von lat. "aureus" (= golden), nach den goldfarbenen neu austreibenden Wedeln.

Der Goldene Lederfarn wird von amerikanischen Gärtnern bis Z 9 eingeordnet. Anbauversuche in Mitteleuropa sind rar.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Acrostichum aureum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/acrostichum-aureum.html am Tg.Mo.Jahr.

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