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Barbarea vulgaris W. T. Aiton
  synonym: Barbarea arcuata (Opiz ex J. Presl & C. Presl) Rchb.
                 Barbarea barbarea (L.) MacMill.
                 Barbarea ceretana Sennen
                 Barbarea croatica Borbás & Vuk.
                 Barbarea hirsuta Weihe
                 Barbarea lepuznica Nyár.
                 Barbarea lyrata Asch.
                 Barbarea macrophylla Halácsy
                 Barbarea pyrenaica Jord.
                 Barbarea rivularis Martrin-Donos
                 Barbarea sibirica Nakai
                 Barbarea stolonifera Pomel
                 Barbarea sylvestris Jord.
                 Barbarea taurica DC.
                 Campe barbarea (L.) W. Wight ex Piper
                 Crucifera barbarea (L.) E. H. L. Krause
                 Erysimum arcuatum Opiz ex J. Presl & C. Presl
                 Erysimum barbarea L.
                 Erysimum lyratum Gilib
Gewöhnliches Barbarakraut, Winterkresse, Brassicaceae - Kreuzblütler
Ende Erstfrühlingblüher, III–VI, 30–90 cm hoch, immergrün, zwei-(mehr-)jährig, kurzlebig

Das Gewöhnliche Barbarakraut tritt in Mitteleuropa verbreitet auf, Richtung Osten eher zerstreut. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. In Nordamerika ist die Art eingebürgert. Bevorzugt siedelt es an feuchten und stickstoffreichen Standorten wie den Ufern fließender Gewässer, Feuchtwiesen, Äckern, an unbefestigten Wegrändern oder Böschungen. Meist sind es zweijährige Pflanzen, die im zweiten Jahr blühen und fruchten. Die Stängel sind ästig, aufrecht und kahl. Die Grundblätter bilden eine Rosette, sind fiederteilig mit 2–5 Paar länglichen Seitenlappen und rundlichem bis herzförmigem Endabschnitt. Oberste Stängelblätter sind meist einfach, ungeteilt und gezähnt. Die traubigen Blütenstände tragen zahlreiche, goldgelbe Blüten mit aufrechten Fruchtstielen, aus denen sich später ebenfalls aufrecht stehende Schoten bilden, die nicht eingeschnürt sind.

Als Wintergemüse kann das Gewöhnliche Barbarakraut im Salat oder gedünstet gegessen werden. Es ist vitaminreich und wird gelegentlich noch in der Pflanzenheilkunde verwendet. Hieraus leitet sich womöglich auch das Benennungsmotiv ab, denn die Ernte erfolgte am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barabara, die als Schutzpratonin mehrerer Berufsstände, unter anderem der Bergleute, gilt und als Märtyrerin verehrt wird.


Abb. 1 Pflanze der Barbarea vulgaris am Bausenberg, Niederzissen, Eifel, 17.04.2015, 289 m, 50° 27' 51 N, 07° 13' 14 O Abb. 2 Blütenstand von Barbarea vulgaris, später mit dem vollen Erblühen sind die Blütenstände elongiert, Bausenberg, Niederzissen, Eifel, 17.04.2015, 289 m, 50° 27' 51 N, 07° 13' 14 O

Abb. 3 Fiederteiliges Laubblatt der Barbarea vulgaris am Bausenberg, Niederzissen, Eifel, 17.04.2015, 289 m, 50° 27' 51 N, 07° 13' 14 O Abb. 4 Abstehende, zumeist gestreckte Schoten der Barbarea vulgaris mit dünnem Fruchtstiel. Waldrand in den Maasterrassen bei Elmpt, 19.05.2018, 64 m, 51° 12' 31 N, 06° 05' 29 O

Abb. 5 Ungeteilte, obere Stängelblätter von Barbarea vulgaris. Waldrand in den Maasterrassen bei Elmpt, 19.05.2018, 64 m, 51° 12' 31 N, 06° 05' 29 O Abb. 6 Blütenstand der Barbarea vulgaris mit den 4-teiligen Einzelblüten. Waldrand in den Maasterrassen bei Elmpt, 19.05.2018, 64 m, 51° 12' 31 N, 06° 05' 29 O


Der Gattungsname Barbarea W. T. Aiton leitet sich ab von der heiligen Barabara, siehe oben. Das Epitheton vulgaris stammt von lat. "vulgaris" (= allgemein bekannt, gewöhnlich).

Für den naturnahen Garten ist Barbarea vulgaris eine dekorative, kurzlebige Pflanze, die man auch gustatorisch verwenden kann. 

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Barbarea vulgaris. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/barbarea-vulgaris.html am Tg.Mo.Jahr.

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