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Begonia emeiensis C. M. Hu ex C. Y. Wu & T. C. Ku
Emei Shan-Begonie, Begoniaceae - Begoniengewächse oder Schiefblattgewächse
Sommerblüher, VII–XI, 20–80 cm hoch, sommergrün, mehrjährig.

Die Emei Shan-Begonie stammt aus China (Sichuan) vom heiligen Berg Emei Shan, wo die Pflanzen in Strauchgesellschaften entlang von Bächen auf 900–1.000 m über Meerehöhe wachsen.

Die Art wird bis 80 cm hoch, zieht im Winter ein. Das ist Rhizom ist dick, fleischig und rund mit faserigen Wurzeln. Die Blätter reiten auf dem Rhizom oder an kurzen, 4–20 cm langen Stämmchen. Die Blätter sind asymmetrisch, breit oval bis länglich eiförmig, 12–14 cm lang, 11–13 cm breit, kahl oder oberseits spärlich behaart, 17–27 cm lang, unterseits blass grün, oberseits dunkel bis braun gün.gestielt, unregelmäßig 3-eckig gesägt und mit fächerförmig 6-facher Nervatur. Die Blütenstände sind 13–20 cm hoch, kahl, mit 13–15 cm langem Stiel und gewöhnlich 2–4 rosafarbenen Einzelblüten in Büscheln. Männliche Blüten haben 4 längliche Perigonblätter (= Tepala, Blütenhüllbätter die sich nicht in Kron- und Kelchblätter unterscheiden lassen). Weibliche Blüten haben 5–6 ungleiche, verkehrt eiförmige Perigonblätter.


Abb. 1 Großes, breit ovales Laubblatt der Begonia emeiensis mit gesägtem Rand, Privatgarten, 02.05.2022 Abb. 2 Bei Hitze werden die Laubblatt von Begonia emeiensis schlapp, Privatgarten, 02.05.2022

Abb. 3 Kastanienbrauner bis roter Neuaustrieb eines Laubblattes von Begonia emeiensis, Privatgarten, 02.05.2022


Der Gattungsname Begonia wurde zu Ehren von Michael Bégon (1638–1710) etabliert, einem französischen Gouverneur auf der Insel Hispaniola, der ein Förderer der Botanik war. Auf der karibischen Insel Hispaniola kommen mehrere Arten der Begoniae vor. Das Epitheton emeiensis verweist auf den Naturstandort am Emei Shan.

Die Winterhärte der Begonia emeiensis ist nicht exakt bekannt. Nach den ersten Frösten ziehen die Pflanzen ein, so dass winters eine Auflage mit Mulch sinnvoll erscheint. Ratsam ist ein geschützter Standort, idealerweise halbschattig. An den Boden stellt die Art keine Ansprüche, lockere Böden fördern jedoch die Wärmeentwicklung und die Vitalität der ausgepflanzten Exoten. Will man sicher gehen, teilt man das Rhizom vor dem Auspflanzen und vermehrt dieses, um eine Reserve zu haben.

Referenzen
eFloras 2008: eFloras. – Missouri Botanical Garden, St. Louis & Harvard University Herbaria, Cambridge, http://www.efloras.org, 2022.
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2022: Begonia emeiensis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/begonia-emeiensis.html am Tg.Mo.Jahr.

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