Butia capitata x Jubaea
chilensis
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Hybriden von
Butia capitata und Jubaea chilensis kommen ganz vereinzelt
spontan in Kulturen auf und stehen vom Morphotypen her zwischen beiden Arten.
Das Blatt zeigt Merkmale beider Elternteile, der Stamm ebenso. Tritt B.
capitata als Mutterpflanze auf, sind als sicheres Kennzeichen der F1
Generation bis zu drei Embryonen in einem Samen zu beobachten. Man kann dann
aus einem Samen mit etwas Geduld (nicht regelmäßig, aber schon
des Öfteren) bis zu drei Pflanzen ziehen.
Für den Exotengarten ist das Interessante von Hybriden, besonders denen
der ersten Genertaion (F1), dass sie fast die Winterhärte von J.
chilensis haben sollen, aber gleichzeitig so schnell wachsen wie B.
capitata. Selbst in Mitteleuropa ist diese Beobachtung aus wärmeren
Klimazonen nachzuvollziehen. Es wäre also eine vielversprechende Alternative
zur mäßig harten B. capitata und langsam wachsenden J.
chilensis. Neben F1 Hybriden, die von Bäumen der ersten Generation
stammen, gibt es auch F2 Hybriden. Bei diesen sind allerdings Wuchsform und
Winterhärte kaum zu prognostizieren, sie dürften meist irgendwo
zwischen beiden Arten liegen, könnten aber genauso gut identisch mit
einer der beiden Elternteile sein.
Sichere F1-Hybriden sind extremst selten und zuverlässig nur durch manuelle
Bestäubung - einem relativ schwierigen Procedere - zu züchten.
Die im Tropengarten gezogenen Pflanzen stammen aus Zentralflorida und sind
von Hand bestäubt.
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