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Butia capitata x Jubaea chilensis

Butia x Jubaea F1
Sämling
Butia x Jubaea F2
60/70
Butia x Jubaea F2
120/130
Kulturpflanzung
B. capitata und
J. chilensis

Kreuzung von Butia capitata und Jubaea chilensis, die ursprünglich durch Menschhand gezogen wurde, mittlerweile aber auch in Kulturen spontan entsteht. Für den Exotengarten ist das Interessante dieser Hybride, daß sie fast die Winterhärte von J. chilensis haben soll, aber gleichzeitig so schnell wächst wie B. capitata. Es wäre also eine vielversprechende Alternative zur mäßig harten B. capitata und langsam wachsenden J. chilensis. Glücklicherweise tragen diese Hybriden keimende Samen, so daß bei 50% der Saat mit schneller wachsenden und gleichzeitig härteren Fiederpalmen zu rechnen ist. Neben F1 Hybriden, die von Bäumen der ersten Generation stammen, gibt es mittlerweile auch F2 Hybriden. Bei diesen ist allerdings die Wuchsform und Winterhärte nur sehr schwer zu prognostizieren, sie dürfte meist irgendwo zwischen beiden Arten liegen, könnte aber genauso gut identisch mit einer der beiden Elternteile sein.

Die Wuchsform von Butia x Jubaea entspricht eher B. capitata, das Blatt ist aber grün, nicht so ausgeprägt bogenförmig und ist wie bei J. chilensis in sich gedreht. Schon bei Sämlingen entwickeln sich lange, elegante Keimblätter, die wesentlich länger als bei Butia sind und sehr elegant wirken. Später stellt sich ein Wuchs rascher ein, mit deutlich aufrecht wachsenden Blättern. Der Stamm ist eher wie bei Jubaea, gedrungen und kräftig, nicht so schlank konisch wie bei Butia. Bei erwachsenen Exemplare bilden sich die für Jubaea typischen, endständigen Haken an den Blattenden.

F1-Hybriden sind extremst selten und sicher nur durch manuelle Bestäubung - einem relativ schwierigen Procedere - zu züchten. F2-Hybriden sind häufiger und werden zumeist ohne gezielte Bestäubung in Kulturpflanzungen gesammelt.


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