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Jubaea chilensis

Jubaea chilensis

Jubaea chilensis

2jährige 10/20 und
4jährige 30/40
6jährige 30/40 25-jährige Südfrankreich Südfrankreich

14-jährige im Winter Privatgarten,
© Lutz Lea

Die Honigpalme ist die zweithärteste Fiederpalme nach Chamaedorea radicalis. Von ihr gibt es sehr wenige Freilandexemplare, die in den milden Regionen schon bis –19 °C mit Schutz überlebt haben, dabei aber auch zumeist schwere Schäden davon trugen. Heute (2010)  existiert mittlerweile kein einziges dieser Exemplar mehr. Fröste unter –12 °C können zur Entblätterung oder dem Absterben führen. Jubaea chilensis erholt sich manchmal nach einem Blatt- und Speerverlust wieder. Im eigentlichen Sinne ist sie nicht winterhart, sondern nur mit Schutz und eventuell Wärmequelle im Freiland zu halten. Dies zeigt sich alleine daran, dass es kein einziges, mittelfristig im Freiland kultiviertes Exemplar gibt, welches ohne oder mit nur geringen Schutzmaßnahmen überlebte.

Jubaea chilensis ist eine sehr langsam wachsende Palme, die im Alter (ab ca. 25 Jahre) einen massiven Stamm entwickelt. Nach dem Auspflanzen beschleunigt sich das Wachstum. Wählen Sie einen sonnigen, gut drainierten Standort, an dem ruhig Hitzestauungen auftreten können, dies schadet nicht. Wie bei anderen Palmen auch benötigt die Etablierung jedoch mindestens 3 Jahre. Da J. chilensis im Laufe der Jahre eine sehr große, stammbildende Palme wird, planen Sie großzügig den Standort, denn ein späteres Verpflanzen ist riskant und bei großen Pflanzen benötigen entsprechend Platz für den Winterschutz. Auspflanzversuche in wintermilden Regionen sind nur bei günstigem Standort und mit Winterschutz erfolgversprechend. Ob das allerdings irgendwann, mit zunehmender Größe der Pflanze, praktikabel bleibt, ist sehr fraglich.

Um es mit den Worten eines anderen Exotengärtners zu sagen: "Nach allem was ich bisher an grausamem Schicksal der Jubaeae in Mitteleuropa gesehen habe, werde ich diese Art ebenso wie Ananas behandeln: Keinerlei Anbauversuche unterhalb Zone 9. Hat wirklich jemand noch Freude daran, eine so wunderschöne Pflanze an der Grenze zum Exitus zu quälen?"


© Tropengarten

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