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Claytonia perfoliata Donn ex Willd.
Tellerkraut, Kubaspinat, Montiaceae - Quellkrautgewächse
             auch: Portulacaceae - Portulakgewächse
Ende Vollfrühlingblüher, IV–VI, 7–20(–35) cm hoch, sommergrün, ein-(zwei-)jährig

Das Tellerkraut stammt ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika (USA, Mexiko und Guatemala), wo die Pflanzen in Strauch- und Waldgesellschaften, auf Ruderalstandorten und Weideflächen wachsen. Vom amerikanischen Kontinent aus ist die Art im 18. Jahrhundert auf andere Kontinente, einschließlich Europa verschleppt worden. Da die Pflanzen auch als Gemüse genutzt wurden, erklärt sich der Name Kubaspinat. In Mitteleuropa findet sich die Art verbreitet im Nordwesten und Mittelrheingebiet, zerstreut in sonstigen Gebieten. Bevorzugt werden Ruderalstandorte auf gestörten Flächen, in Grünanlagen und auf offenen, sandigen Böden besiedelt.

Es sind ein- oder zweijährige Pflanzen mit einer grundständigen Blattrosette, deren Blätter fleischig, lang gestielt und rhombisch oder eiförmig sind. Die Tragblätter der Blütenstände sind zu einem flachen, of asymmetrischen Trichter verwachsen. Die Blüten sind weiß, 5–8 mm im Durchmesser, mit am Grund oft verwachsenen Perigonblätter (Perigonblätter deshalb, weil sich Kelch- und Kronblätter nicht unterscheiden lassen). Später bilden sich bis 1 mm große, schwarze, diskusförmige Samen.


Abb. 1 Rhombenförmige Grundblätter und tellerförmig verwachsene Tragblätter von Claytonia perfoliata in einem Waldsaum bei Dorsten-Rhade, 16.04.2016, 58 m, 51° 45' 25 N, 06° 56' 03 O Abb. 2 Pflanze der Claytonia perfoliata an einem Parkplatz im Naturpark De Meinweg, Niederlande, 01.06.2013, 45 m, 51° 09' 36 N, 06° 06' 02 O

Abb. 3 Blüten von Claytonia perfoliata mit nicht verwachsenen Kronblätter, an einem Parkplatz im Naturpark De Meinweg, Niederlande, 20.08.2014, 45 m, 51° 09' 36 N, 06° 06' 02 O Abb. 4 Asymmetrisch verwachsene Tragblätter von Claytonia perfoliata, Waldsaum bei Dorsten-Rhade, 16.04.2016, 55 m, 51° 45' 27 N, 06° 56' 11 O

Abb. 5 Blühende Exemplare der Claytonia perfoliata in einem Gebüschstreifen bei Dorsten-Rhade, 16.04.2016, 55 m, 51° 45' 26 N, 06° 56' 13 O Abb. 6 Blüte der Claytonia perfoliata. Frische Sandkiesfläche in den Maasterrassen bei Elmpt, 19.05.2018, 58 m, 51° 12' 32 N, 06° 05' 18 O

Abb. 6 Pflanze der Claytonia perfoliata. Frische Sandkiesfläche in den Maasterrassen bei Elmpt, 19.05.2018, 58 m, 51° 12' 32 N, 06° 05' 18 O


Der Gattungsname Claytonia L. wurde zu Ehren des englischen Pflanzensammlers John Clayton (1685–1773) etabliert. Das Epitheton perfoliata stammt von lat. "per" (= durch) und lat. "foliatus" (= blättrig), zu "durchwachsen", im Sinne von stängelumfassenden Laubblättern.

Das Tellerkraut wird vereinzelt als Zierpflanze angebaut. Es benötigt einen offenen Standort, sonnig bis halbschattig. Ideal sind Yuccabeete, Sukkulentenpflanzungen oder Steingärten.

Referenz
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Claytonia perfoliata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/claytonia-perfoliata.html am Tg.Mo.Jahr.

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