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Dasylirion glaucophyllum Hook.
  synonym: Bonapartea glauca W. Watson
                 Dasylirion glaucum Carrière
Hidalgo-Rauhschopf, Nolinaceae - Nolinagewächse
                       oder: Asparagaceae - Spargelgewächse
Sommerblüher, VI–VII, 50–170(–500) cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Hidalgo-Rauhschopf stammt aus dem östlichen und zentralen Mexiko, wo die Pflanzen auf felsigem Gelände auf 1.900–3.000 m über Meereshöhe wachsen. Die Pflanzen bilden kurze, 30–50 cm hohe Stämme (selten bis 5 m), sind unverzweigt oder verzweigen sich nur spärlich. Die Laubblätter sind 60–120 cm lang, 1,2–1,8 cm breit, linear, graugrün-silbrig bis blau-grün, mit nicht auffasernder Spitze. Am Rand finden sich dunkelgelbe, 1–2 mm lange, hornartige, überwiegend zur Spitze gebogene Zähne und dazu eine feine Sägung. Der Blütenstand ist eine dichte, bis 1,2 m hohe Rispe und trägt grünlich-weiße, an der Spitze rötlich tingierte, etwa 2 mm lange Blüten. Später bilden sich 9–10 m lange, fast eiförmige Früchte mit jeweils 1 braungelben, 4 mm langen Samen. Siehe auch Dasylirion Zucc.


Abb. 1 Nicht auffasernde Blattspitze des Dasylirion glaucophyllum in einem Privatgarten in Eppan, Südtirol, 29.10.2019 Abb. 2 Erst kurze Zeit ausgepflanztes Exemplar des Dasylirion glaucophyllum in einem Privatgarten in Eppan, Südtirol, 29.10.2019

Abb. 3 Laubblattabschnitt von Dasylirion glaucophyllum mit überwiegend zur Blattspitze gebogenen Zähnen. Privatgarten in Eppan, Südtirol, 29.10.2019


Der Gattungsname Dasylirion Zucc. stammt ab von gr. "dasys" (= dicht, rauh) und gr. "leirion" (= Lilie), womit die rauhen Schöpfe, beziehungsweise Rosetten gemeint sind, gebildet aus den länglichen Laubblättern. Das Epitheton glaucophyllum stammt von gr. "glaukos" (= bläulich, grau) und gr. "phyllon" (= Blatt), nach der blaugrünen Färbung der Laubblätter.

Leider ist der Hidalgo-Rauhschopf nur wenig frosthart und eignet sich nur in winterwarmen Regionen für eine Freilandkultur. In Mitteleuropa ist die Kübelhaltung vorzuziehen. Die Pflanzen können problemlos trocken, kühl und auch dunkel überwintert werden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Walker, C. C. 2001: Nolinaceae. In: Eggli., U: Illustrated Handbook of Succulent Plants: Monocotyledons. – Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 286–292.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Dasylirion glaucophyllum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/dasylirion-glaucophyllum.html am Tg.Mo.Jahr.

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