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Elaeagnus angustifolia
L.
Russische Olive, Schmalblättrige Ölweide, Elaeagnaceae - Ölweidengewächse
Frühsommerblüher, V–VI, 3–10 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Russische Olive stammt aus Zentralasien, wo die Pflanzen bevorzugt Feuchtstandorte entlang von Gewässern oder Waldrändern besiedeln. Die Art wird seit 1736 in Mitteleuropa angebaut, als Pioniergehölz und als Zierstrauch. Selten verwildert die Art an Ruderalstandorten auf sandig-mineralischen Böden. Es sind Sträucher oder kleine Bäume mit 1 oder mehreren, aufsteigenden bis aufrechten oder überhängenden Stämmen. Die Borke ist dunkelbraun bis schwarz, unrgelmäßig in dünnen Platten abschilfernd. Zweige und Äste weisen eine rot-braune Rinde und dornige Kurztriebe auf, junge Zweige sind silberweiß. Die Laubblätter sind wechselständig, schmal lanzettlich bis länglich oval, 4–8 cm lang, 8–25 mm breit, oberseits kahl und graugrün, unterseits silbrig-grau mit dichten Sternhaaren. Die Blüten stehen zu 1–2 in den Blattachseln, sind kurz gestielt, 4-zählig, aufrecht und haben hellgelbe, außen behaarte Kelchblätter. Kronblätter fehlen. Später bilden sich hellgelbe, 1–2 cm lange, ovale bis zylindrische, essbare Früchte.


Abb. 1 Strauch der Elaeagnus angustifolia mit reifen Früchten, auf gestörter Fläche in Apleton, Niederösterreich, 18.09.2011 Abb. 2 Baum der Elaeagnus angustifolia im Sortimentstuin Harry van de Laar, Boskoop, 30.05.2020

Abb. 3 Laubblätter und Blüten von Elaeagnus angustifolia 'Quicksilver' im Sortimentstuin Harry van de Laar, Boskoop, 30.05.2020 Abb. 4 Laubblätter und Blüten von Elaeagnus angustifolia 'Quicksilver' im Sortimentstuin Harry van de Laar, Boskoop, 30.05.2020

Abb. 5 Blüten der Elaeagnus angustifolia in verschiedenen Stadien, Sortimentstuin Harry van de Laar, Boskoop, 30.05.2020 Abb. 6 Borke von Elaeagnus angustifolia im Sortimentstuin Harry van de Laar, Boskoop, 30.05.2020

Abb. 7 Laubblätter von Elaeagnus angustifolia nahe Podersdorf, Niederösterreich,  17.09.2011 Abb. 8 Invasiv sich in Naturräume ausbreitende Elaeagnus angustifolia nahe Podersdorf, Niederösterreich,  17.09.2011

Abb. 9 Silberfarbener Strauch der Elaeagnus angustifolia auf gestörter Fläche in Apleton, Niederösterreich, 18.09.2011 Abb. 10 Laubblätter von Elaeagnus angustifolia im Sortimentstuin Harry van de Laar, Boskoop, 30.05.2020


Der Gattungsname Elaeagnus L. existierte schon vorlinnäisch und setzt sich zusammen aus gr. "elaia" (= Ölbaum) und lat. "agnos" (= Lamm), nach den essbaren Früchten der Ölweiden, die denen des Ölbaums, Olea europaea L., ähneln und nach den weißfilzigen Laubblättern vieler Arten, die dem Lammfell ähneln. Das Epitheton angustifolia leitet sich ab von lat. "angustus" (= schmal) und lat. "-folius" (= blättrig), schmalblättrig, nach der Blattform.

Die Russische Olive ist ein dekorativer, silbrigblättriger Zierstrauch für etwas feuchtere Standorte. Die Pflanzen sind gut schnittverträglich und gedeihen auch auf mageren Böden. Sie sind ein perfekter Ersatz für Olea europaea L., mit zudem ebenfalls schmackhaften Früchten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Elaeagnus angustifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/elaeagnus-angustifolia.html am Tg.Mo.Jahr.

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