Farfugium japonicum (L.) Kitam.
synonym:
Arnica tussilaginea Burm. f.
Farfugium grande Lindl.
Farfugium kaempferi Benth.
Farfugium tussilagineum (Burm. f.) Kitam.
Ligularia formosana (Hayata) Masam.
Ligularia kaempferi Siebold & Zucc.
Ligularia nokozanensis Yamam.
Ligularia tussilaginea (Burm. f.) Makino
Senecio japonicus Less.
Senecio kaempferi DC.
Senecio tussilagineus (Burm. f.) Kuntze
Tussilago japonica L.
Pantherpflanze, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Herbst-, Winterblüher, VIII–III, 20–70 cm hoch, sommergrün, mehrjährig
Die Pantherpflanze stammt aus China und Japan, wo die Pflanzen in feuchten Wäldern, Tälern, an Bach- und Flussufern auf 0-1.000 m über Meereshöhe vorkommen. Vielerorts in Ostasien ist Art aus Kultur verwildert.
Die Pflanzen bilden ein kräftiges, 1–2 cm im Durchmesser großes Rhizom. Die Laubblätter sind nierenförmig, unterseits hellgrün, oberseitig grün, 9–13 cm lang, 11–22 cm breit, fast ledrig, anfangs grau behaart, später verkahlend, Basis herzförmig, ganzrandig oder gezähnt bis gelappt; der Blattstiel ist 5–15 cm lang, unten scheidig erweitert und in eine grundständige Rosette übergehend.
Der Blütenstandsstiel ist bis zu 70 cm hoch, unten 5–6 mm im Durchmesser groß, anfangs hellgelb behaart, später verkahlend, mit hochblattähnlichen, länglichen oder linear-lanzettlichen, 1–2 cm langen Stängelblättern. Die Blütenköpfe stehen zu 2–7 in Dolden mit 2–13 cm langen, flaumig behaarten Stielen. Die Hülle ist glockenförmig oder nach oben verbreiternd, 1,2–1,5 cm lang, außen kurz behaart; die 12–14 Hüllblätter sind länglich; innere Hüllblätter sind am Rand breit häutig; die 8–12 Zungenblüten sind gelb, länglich oder spatelförmig-länglich, 1,5–2,2 cm lang, 3–4 mm breit; die Röhrenblüten sind zahlreich, 1–1,2 cm lang. Später bilden sich Früchte mit etwa 7 mm langen, gerippten und behaarten Achänen und weißen Pappus, die so lang wie die Röhrenblütenkrone sind.
Der Gattungsname Farfugium Lindl. stammt von lat. "farferum" (= Tussilago farfara L., Huflattich); einerseits könnte es sich auf die grauweiße Unterseite der Blätter beziehen, lat. "far" (= Mehl) und lat. "-fer" (= tragend), andererseits erwähnt Bruch (1917), der es als Transkription des oskisch-umbrischen "farfa" (= Bart) sieht, was den unterseits behaarten Blättern entspräche. Das erste Auftreten dieses Wortstammes im Lateinischen als "farferus" findet sich beim römischen Komödiendichter Titus Maccius Plautus, der aus Umbrien stammte. Das Epitheton japonicum verweist auf den Naturstandort, Japan.
Farfugium japonicum ist eine tropisch wirkende Pflanze für den feuchten, etwas milderen Standort. Die spätsommerliche Blüte mit großen Blättern ist gut für die Gestaltung im Gehölzgarten oder bei japanischem Design geeignet.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Farfugium japonicum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/farfugium-japonicum.html am Tg.Mo.Jahr.