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Musa basjoo

Musa basjoo,
bot. Garten
Stämme im Winter Neuaustrieb im April Bananenkasten, nach dem ersten Frost Blüte

Musa basjoo 'Sakhalin' 20/30 Musa basjoo 'Saporro' 20/30 Blüte Musa basjoo,
Privatgarten
beginnende Blüte

Die japanische Faserbanane ist die am längsten in Mitteleuropa kultivierte Freilandbanane. Sie ist der klassische Blattexot und für jede Klimazone geeignet. Sie verhält sich wie eine Staude, d.h. friert im Winter mehr oder weniger zurück und treibt im folgenden Frühling wieder aus. Mit 4 bis 5 m Höhe innerhalb einer Saison erzeugt sie dramatische Effekte im Garten und sollte eigentlich nirgendwo fehlen. Ihre Frosttoleranz beträgt -4°C am Blatt und -12°C an den Wurzeln. Wählen Sie einen sonnigen, feuchten Standort. Nach den ersten tieferen Frösten erfrieren die Blätter, dann die Blätter abschneiden und den verbliebenden Stamm mulchen. Sie können auch den Stamm etwa 30-40 cm oberhalb des Bodens abscheiden und diesen mitmulchen. Auch ungeschützte Exemplare überleben einen Durchschnittswinter.

Zwei grundlegende Mißverständnisse sollten an dieser Stelle noch ausgeräumt werden. Einerseits stammt Musa basjoo nicht aus Japan, sondern China, und sie ist nicht die jap. Faserbanane, sondern in Wirklichkeit ist M. balbisiana die japanische Faserbanane.

Musa basjoo 'Sakhalin' ist eine botanisch nicht akzeptierte Sorte. Die Bezeichnung M. basjoo 'Nana' wäre besser, da ein Standort in Sakhalin äußerst fragwürdig erscheint, am wahrscheinlichsten dürfte sie durch eine Spontanmutation in der Mikrovermehrung entstanden sein. Das Wachstum setzt etwas später im Frühjahr ein, meist Mitte Mai, und scheint langsamer zu sein. Ebenso ist die Endgröße kleiner als M. basjoo. Die Blätter sind kürzer und deutlich breiter als bei der Art, der Stamm schwärzer. Interessant ist die etwas bessere Schattenverträglichkeit. Wählen Sie dennoch möglichst einen sonnigen Platz, denn dort kann M. basjoo 'Sakhalin' ihre ganze Pracht entfalten und es entsteht im Laufe der Zeit ein richtiger Bananen-Hain in Ihrem Garten. An halb- oder ganzschattigen Standorten ist die Endgröße entsprechend der Lichtmenge geringer.

Musa basjoo 'Saporro' ist eine Kultursorte, welche in der Nähe der Stadt Saporro, Japan, wachsen soll. Wahrscheinlicher ist, daß sie ebenfalls eine Spontanmutation ist. Im Vergleich mit der Art sind die Blätter etwas breiter und kürzer und das Wachstum ist geringfügig langsamer. Typischerweise haben die Pflanzen in jungen Stadien durch das breitere Blatt oft Probleme beim Ausrollen der Blätter, dies verschwindet mit zunehmender Größe und ist ein sehr oft anzutreffendes Zeichen - nicht immer. Die Endgröße von M. basjoo 'Saporro' beträgt bei Freilandkultur 4-5 m.


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