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Musa nagensium

Musa nagensium 'Florale Noire' Musa nagensium,
Nagaland
Musa nagensium,
Nagaland

Musa nagensium Prain: Seltene, bis 6 m große Banane aus Ostindien, Nagaland und dem angrenzenden Arunachal Pradesh sowie Assam aus Höhen von 1.200 bis 1.400 m. Entsprechend dem Naturstandort dürfte sie ähnlich wie M. sikkimensis oder M. balbisiana zu kultivieren sein und wäre vielleicht ein Kandidat für die Freilandkultur in wintermilden Regionen. Das Blatt ist weißlich blau bereift mit unterseitig kräftig dunkelroter Mittelrippe und es ist wesentlich schlanker als bei anderen Bananen. Die Blüten weisen ein Deckblatt auf, welches innenseitig orange und außenseitig indisch-rot gefärbt ist. Die Früchte sind schlanker und länger als bei M. balbisiana, die Saat größer. "The stem in the Naga plant is more graceful and slender ... The most salient difference however is in the fruits which ... in M nagensium point persistently forward and downward in the direction of the apex of the long pendulous rachis." (Prain, D. 1904, An undiscribed indian Musa - Journal of the Asiatic Society of Bengal, 73(2): 22.).

Die Sorte M. nagesium 'Florale Noire' zeichnet sich durch eine schwarze Rachis (Blütenachse) aus, ein sehr dekorativer Effekt. Im Gegensatz zur Art sind auch die Blütenblätter außen schwärzlich, innenseitig teilweise karmesin-rot, während fast alle anderen Merkmale der Art beibehalten werden. Die Farbe der Deckblätter, sowie die variante Form der schlanken Früchte spricht für eine Einkreuzung von M. balbisiana, die es im nördlichen Nagaland und Osten Assams sehr häufig in Kulturbeständen gibt. Da M. balbisiana eine leicht hybridiserende Art ist, spricht vieles für eine Hybride M. nagensium x balbisiana.

Siehe hierzu auch: Simmonds, N.W. 1956: Botanical Results of the Banana Collecting Expedition. Kew Bulletin 11 (3): "M. nagensium is known to yield vigorous natural hybrids with M. balbisiana."

Oder Simmonds, N.W. & Weatherup, S.T.C. 1990: Numerical taxonomy of the wild bananas (Musa). New phytologist 115 (3), 567-571: "Musa balbisiana ... has frequently been recorded as crossing naturally with other species (e.g. acuminata, nagensium, sikkimensis, textilis).

Kultur und Überwinterung sind wahrscheinlich ähnlich der anderen kältetoleranten Arten des östlichen Himalaya. Auspflanzversuche sollten mit größeren Exemplaren vorgenommen werden, die schon Kindel bilden, bzw. ein Rhizom mit ausreichend Substanz haben.


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