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Sanguisorba officinalis L.
Großer Wiesenknopf, Rosaceae - Rosengewächse
Sommerblüher, VI–IX, 30–150 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Große Wiesenknopf tritt im südlichen Mitteleuropa gemein bis zerstreut vor, während er in den nördlichen mitteleuropäischen Regionen seltener wird und überwiegend zerstreut als Stromtalpflanze auftritt. Bevorzugt besiedeln die Pflanzen wechselfeuchte bis nasse Wiesen.

Das Rhizom ist verholzend. Die Stängel sind rund bis kantig, aufsteigend, nach oben hin verzweigt und kahl. Die Grundblätter stehen in Rosetten, sind 20–40 cm lang, unpaarig gefiedert, mit 3–8 Paaren eiförmiger bis elliptischer Fiedern. Stängelblätter sind regelmäßig verteilt, kleiner und mit weniger Fiedern, die rundlich bis eiförmig und gestielt sind. Die Blütenköpfe sind länglich eiförmig oder zylindrisch, 1–3 cm lang, mit dunkelroten bis braunroten, zwittrigen Blüten. Die Kelche sind 4-zipfelig. Je Blüte gibt es 4 Staubblätter und 1 Griffel.


Abb. 1 Gefiedertes Stängelblatt der Sanguisorba officinalis im Mönchbruch von Mörfelden und Rüsselsheim, Rüsselsheim am Rhein, 18.08.2021, 90 m, 49° 58' 42 N, 08° 30' 25 O Abb. 2 Blütenköpfchen der Sanguisorba officinalis in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, 06.11.2016, Düsseldorf, 35 m, 51° 08' 29 N, 06° 53' 10 O

Abb. 3 Gefiedertes Laubblatt der Sanguisorba officinalis in einer wechselfeuchten Wiese der rheinischen Niederterrasse im Laubenheimer Ried bei Mainz, 18.09.2021, 84 m, 49° 56' 45 N, 08° 19' 09 O Abb. 4 Bestand der Sanguisorba officinalis zusammen mit der Wiesen-Witwenblume, Knautia arvensis (L.) Coult., in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 09.08.2017, 39 m, 51° 08' 39 N 06° 52' 32 O

Abb. 5 Massenbestand der Sanguisorba officinalis in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 09.08.2017, 39 m, 51° 08' 41 N 06° 52' 30 O Abb. 6 Blütenköpfchen von Sanguisorba officinalis an aufrechten Stängeln. Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 09.08.2017, 39 m, 51° 08' 41 N 06° 52' 30 O

Abb. 7 Sanguisorba officinalis zusammen mit dem Langblättrigen Blauweiderich, Pseudolysimachion longifolium (L.) Opiz, in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, 09.08.2017, Düsseldorf, 35 m, 51° 08' 28 N, 06° 53' 07 O Abb. 8 Blütenköpfchen von Sanguisorba officinalis zusammen mit der Brenndolden-Silge, Cnidium dubium Thell., im Mönchbruch von Mörfelden und Rüsselsheim, Rüsselsheim am Rhein, 18.08.2021, 91 m, 49° 58' 42 N, 08° 30' 24 O

Abb. 9 Sanguisorba officinalis in einer wechselfeuchten Wiese der rheinischen Niederterrasse im Laubenheimer Ried bei Mainz, 18.09.2021, 84 m, 49° 56' 45 N, 08° 19' 09 O Abb. 8 Blütenköpfchen von Sanguisorba officinalis in einer wechselfeuchten Wiese der rheinischen Niederterrasse im Laubenheimer Ried bei Mainz, 18.09.2021, 84 m, 49° 56' 45 N, 08° 19' 09 O


Der Gattungsname Sanguisorba L. leitet sich ab von lat. "sanguis" (= Blut) und lat. "sorbere" (= Flüssigkeiten aufnehmen), nach der arzneilichen Nutzung der Pflanzen als zusammenziehendes Mittel, wobei der Verweis auf das Blut aus der Signaturenlehre stammt, nach den blutroten Blütenköpfchen. Das Epitheton officinalis kommt von lat. "officina" (= Werkstatt), im Sinne von Apotheke, beziehungsweise Offizin, und ergibt sich aus der arzneilichen Nutzung der Pflanzen.

Sanguisorba officinalis wird häufiger als Gartenpflanze angebaut und eignet sich gut für warme, sonnige Standorte im Garten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Sanguisorba officinalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sanguisorba-officinalis.html am Tg.Mo.Jahr.

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