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Sedum sexangulare L.
  synonym: Sedum acre ssp. sexangulare O. Schwarz
Milder Mauerpfeffer, Crassulaceae - Dickblattgewächse
Sommerblüher, VI–VII, 5–15 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Milde Mauerpfeffer tritt in Mitteleuropa verbreitet bis zerstreut auf. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt besiedeln die Pflanzen sonnige Standorte auf Trockenrasen, Felsfluren, Ruderalstellen wie unfestigten Wegrändern oder Mauern. Die Blätter sind meist grün, bei Stress auch rotbraun, kahl, fleischig, stielrund und typischerweise 6-zeilig angeordnet. Die Blüten sind 5-zählig, gelb, mit 4–6 mm langen, spitzen Kronblättern.

Im Gegensatz zum Sedum acre L. schmecken die Blätter nicht scharf, woher der deutsche Name rührt.


Abb. 1 Sedum sexangulare in einer Felswand am First, oberhalb von Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 2.274 m, 46° 39' 53 N 08° 02' 52 O Abb. 2 Sedum sexangulare zusammen mit der Weißen Fetthenne, S. album L., am Rheinufer bei Düsseldorf-Volmerswerth, 05.09.2009, 29 m, 51° 10' 58 N 06° 44' 52 O

Abb. 3 Sedum sexangulare am Rheinufer bei Düsseldorf-Volmerswerth, 05.09.2009, 34 m, 51° 10' 58 N 06° 45' 09 O Abb. 4 Sedum sexangulare am Rheinufer bei Düsseldorf-Volmerswerth, 05.09.2009, 34 m, 51° 10' 58 N 06° 45' 10 O

Abb. 5 Sedum sexangulare in einem Schuttfächer am First, oberhalb von Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 2.274 m, 46° 39' 53 N 08° 02' 52 O Abb. 6 Sedum sexangulare am First oberhalb von Grindelwald, Schweiz, 14.10.2014, 2.274 m, 46° 39' 53 N 08° 02' 52 O

Abb. 7 Sedum sexangulare zusammen mit dem Weißen Mauerpfeffer, Sedum album L. (links), auf einer Ruderalfläche der Büdericher Insel, Wesel, 30.06.2020, 24 m, 51° 38' 39 N, 06° 38' 40 O Abb. 8 Blühender Bestand des Sedum sexangulare auf einer Ruderalfläche der Büdericher Insel, Wesel, 30.06.2020, 24 m, 51° 38' 39 N, 06° 36' 40 O

Abb. 9 Sechszeilige Sprossachsen des Sedum sexangulare auf einer Ruderalfläche der Büdericher Insel, Wesel, 30.06.2020, 24 m, 51° 38' 39 N, 06° 36' 40 O


Der Gattungsname Sedum war schon vorlinnäisch gebräuchlich, lat. "sedum" (= Hauswurz). Er umfasste da aber mehrere Gattungen wie Sempervivum L., Aizoon L., etc. und nicht exklusiv die Fetthennen, bzw. Mauerpfeffer. Das Epitheton sexangulare leutet sich ab von lat. "sex" (= sechs) und lat. "angulus" (= Ecke, Winkel, Kante), zu sechseckig und 6-zeilig.

Sedum sexangulare wird häufig in Gärten kultiviert, denn es sind genügsame, immergrüne Bodendecker mit hübschem Sommerflor und dekorativen, zierlichen Laubblättern. Ideal sind sonnige, kalkreiche Standorte im Steingarten, der Yuccapflanzung oder Staudenbeet. Unerwünschte Teppiche sind gut zu kontrollieren.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Sedum sexangulare. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sedum-sexangulare.html am Tg.Mo.Jahr.

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