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Veronica hederifolia L.
Efeu-Ehrenpreis, Plantaginaceae - Wegerichgewächse
Beginn Erstfrühlingblüher, III–V, 02–10 cm hoch, 05–40 cm lang, vorsommergrün, einjährig

Der Efeu-Ehrenpreis tritt in Mitteleuropa überwiegend verbreitet bis gemein auf, im Bergland eher selten. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Bevorzugt besiedelt er Ruderalstandorte, Weinberge, Gärten und Parks. Die Pflanzen wachsen niederliegend bis aufsteigend. Die Stängel sind rund und behaart. Die Laubblätter sind im Umriss breiter als lang, (3–)5-lappig, dunkelgrün und fleischig. Die Blüten sind hellblau mit deutlich abgehobenem, weißem Zentrum, 5–7 mm im Durchmesser und stehen in lockeren Trauben. Später bilden sich fast kugelige, kahle Kapselfrüchte, deren Fruchtstiele deutlich länger als die Laubblätter sind. Die Früchte sind anfangs von den zusammengeklappten, rötlichen Kelchblättern bedeckt, später aus den vergilbenden Kelchblättern herausragend.

In internationaler Literatur wird die Veronica hederifolia überwiegend nicht in mehrere Arten aufgespalten. Die sehr ähnliche V. sublobata M. A. Fisch. hat eine blass lilafarbene bis fast weiße Blütenkrone ohne abgehobenem, weißem Zentrum. Die Laubblätter sind so breit wie lang und dünn.


Abb. 1 Hellblaue Blüte der Veronica hederifolia mit weißem Zentrum, Wegesrand in einem Laubmischwald im Naturpark De Meinweg, 09.05.2021, 45 m, 51° 09' 36 N, 06° 06' 03 O Abb. 2 Niederliegende Sprossachen der Veronica hederifolia, Wegesrand in einem Laubmischwald bei Doveren, Niederrhein, 05.05.2021, 58 m, 51° 02' 21 N 06° 14' 47 O

Abb. 3 Die Sprossachsen der Veronica hederifolia erinnern ganz entfernt an Hedera helix L., Wegesrand in einem Laubmischwald im Naturpark De Meinweg, 09.05.2021, 45 m, 51° 09' 36 N, 06° 06' 03 O


Etymologisch ist die Benennung der Art nicht eindeutig. Der Gattungsname Veronica L. umfasste vorlinnäisch eine ganze Reihe von Arten, auch verschiedener Gattungen. Möglich wäre eine Ableitung nach der Heiligen Veronika, einer nachbiblischen Legendengestalt, die Jesus das Schweißtuch auf seinem Weg nach Golgatha reichte. In einigen romanischen Sprachen ist mithin der Wortstamm "veronica" für beides, die Pflanze und das Schweißtuch, zutreffend. Das Epitheton hederifolia kommt von lat. "hedera" (= Efeu) und lat. "-folius" (= -blättig), zu "efeublättrig", nach der sehr entfernten Ähnlichkeit der kriechenden Stängel, die an Hedera helix L.erinnern.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Veronica hederifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/veronica-hederifolia.html am Tg.Mo.Jahr.

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