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Eucalyptus

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Eucalyptus dalrympleana im Winter Euscalyptus debeuzevillei, Blatt Euscalyptus debeuzevillei, 8-jähriger Baum Euscalyptus debeuzevillei, Rinde Euscalyptus debeuzevillei, Blatt und Rinde Euscalyptus debeuzevillei, 8-jähriger Baum

Euscalyptus debeuzevillei, Blatt im Winter Eucalyptus delegatensis Eucalyptus glaucescens, Frankreich E. glaucescens, Jungendblatt Eucalyptus glaucescens, 20/40 Eucalyptus globulus

E. gunnii,
40/60
E. gunnii,
Gruga-Park
E. gunnii 'Blaue Form' E. gunnii,
Blattaspekt
E. gunnii,
Blattaspekt
E. gunnii,
Blatt und Rinde

Eucalyptus kybeanensis

Eucalyptus kybeanensis,
10/20
E. macarthurii, Sämling 10/20 E. macarthurii 20/40 E. mitchelliana Blatt Eucalyptus neglecta, 20/40 Eucalyptus neglecta, Jugendblatt

E. niphophila,
10/20
E. niphophila,
20/40
E. niphophila,
Blätter
E. niphophila,
Rinde
E. niphophila,
im Winter
E. niphophila,
im Winter

E. niphophila,
Blätter
E. niphophila,
Blüte
E. parvifolia,
kleiner Baum
E. parvifolia,
Blattaspekt
E. parvula,
Polymorphie des Blattes
E. parvula,
Frankreich

E. parvula,
10/20
E. parvula,
Kleiner Wald bei Bonn
E. perriniana,
Rinde
E. perriniana,
5-jähriger Baum
E. perriniana, Winter E. perriniana,
20/30

E. perriniana,
Jugendblatt
Reif auf
E. perriniana
E. rodwayi 10/20 E. rodwayi Blätter E. rubida,
Blatt
E. rubida,
kl. Baum


Unter den mehr als 700 Eucalyptusarten gibt es einige, die starke Fröste tolerieren. Die bekannteren Arten sind E. debeuzevillei und E. niphophila. Auch manche Sorten von E. gunnii sind sehr frostresistent, leider aber werden diese nur sehr selten angeboten, zumeist sind es nicht selektierte Herkünfte, die aus herkömmlichen Saaten stammen. Denn typischerweise zeigen Eucalypten innerhalb einer Art erheblich Unterschiede in der Frostresistenz, je nachdem von welchem Standort sie stammen. Von der gleichen Art kann es Sorten geben, die nur gering frostresistent sind, während andere wiederum extreme Kälte vertragen. Allein schon aus diesem Grund ist bei der Mehrzahl der Arten die wahre Härte noch garnicht ermittelt. Die härtesten Eucalypten, welche zum Teil schon als winterhart gelten dürfen, als auch jene bei denen die Winterhärte bisher nicht exakt ermittelt ist, sind hier aufgelistet:

E. aggregata, –10 bis –19°C, bis 18m großer Baum, der sehr stark verzweigt und eine relativ dichte Krone bildet. Die Blätter sind eher zierlich, kräftig grün. Sehr ähnlich E. rodwayi, jedoch mit sieben Kapsel pro Blühachse. Am Naturstandort wächst er in Ebenen, aber auch Mulden und Senken, in denen sich die Kälte sammelt. In Amerika wird er als ausreichend hart für Zone 8 angesehen, dürfte bei uns ev. in milden Regionen auspflanzbar sein. Sicherlich ein Eucalyptus, dessen Potential noch nicht ermittelt ist. Serie Foveolatae.

E. alpina, –-8 bis –12°C, ist trotz des Namens eher frostempfindlich. Er stammt aus Victoria und ist mittlerweile in die Arten E. victoriana, E. serraensis und E. verrucosa aufgeteilt worden.

E. amygdalina, –8 bis –16°C, in Tasmanien endemischer Baum, 10 bis 25 m hoch, mit rauher Rinde, die manchmal in pinkfarbenen oder weißen Streifen abfällt. E. amygdalina wächst am Naturstandort auf unterschiedlichen Höhen und dürfte bei geigneter Herkunft möglicherweise noch tiefere Fröste tolerieren. Serie Radiatae.

E. approximans, –13 bis –17°C, kleiner buschartiger Eucalyptus aus NSW und Queensland. Die Blätter sind hellgrün mit grauer weicher Rinde. Bei guter Drainage dürfte dieser Eucalyptus noch einiges an Frosthärtepotential aufweisen.

E. archeri, –18 bis –23°C. Interessanter Eucalyptus aus dem Ben Lomond National Park in Tasmanien und nördlich des 'Great Lake'. Er ist sehr ähnlich E. gunnii und wird von manchen Autoren als E. gunnii ssp. archeri beschrieben. Im Freiland ist er etwas empfindlicher als der härteste E. gunnii, aber dennoch robuster als die meisten E. gunnii Habitate. Das Blatt ist E. gunnii sehr ähnlich, meist aber grau silbrig, sehr hübsch. Die Rinde ist eher rötlich. Endhöhe ca. 7–10 m. Der sehr stabile Wuchs und die geringe Tendenz zum Licht zu wachsen, machen E. archeri für unser Klima hoch interessant. Die regelmäßige Blüte an erwachsenen Exemplaren ist weiß und unspektakulär. Erste längerfristige Erfahrungen sind ermutigend und zeigen, daß E. archeri selbst nach 3-wöchigem Dauerfrost und –17°C nur unwesentlich beeindruckt ist. Tasmanien 1.100–1.500 m Zentral-Plateau, Cradle Mountain, Ben Lomond. Serie Viminales.

E. barberi, –8 bis –13°C, kleiner Eucalyptus aus dem östlichen Tasmanien mit weißer Rinde und grünem Blatt. Mäßig schnell wachsend. Das Habitat umfasst sowohl küstennahe, relativ bodenfeuchte Klimate als auch trockene Regionen. Eventuell versuchenswert in wintermilden Regionens an geschützter Stelle. Z 8/9. Serie Foveolatae.

E. brookeriana, –11 bis –15°C, kräftiger Baum mit grünen, zierlichen Blättern und dekorativer Rinde, die in orangen, roten und grünen Streifen abfällt. In kalten Klimaten schnell wachsend und dürfte auch bei feuchtem Standort gut gedeihen. Tas, Vic.

E. camaldulensis, –-6 bis –15°C, ein sehr weit verbreiteter Eucalyptus, welcher beinahe in ganz Australien natürlicherweise vorkommt. Zumeist wächst er entlang der Flüsse und erreicht Höhen bis 30 m. Wirtschaftlich eignet er sich hervorragend zur Gewinnung von Bauholz und bietet zudem einen der besten aus Eucalyptigen gewonnenen Honige. Das Erscheinungsbild ist sehr vielfältig (s. Bilder), genauso wie die Herkünfte und wie Frosthärte. Einzelne Selektionen dürften problemlos bis –15°C tolerieren. Serie Exsertae.

E. coccifera, –15 bis –19°C. Bis 12 m hoher Eucalytus, der an der alpinen Baumgrenze bis auf 1.350 m Höhe wächst (Cameron, M. (ed.) 1984: Guide to flowers and plants of Tasmania). Eucalyptus coccifera ist relativ windbeständig und ähnelt E. subcrenulata und E. urginera. Eine schönere Rindenzeichnung findet sich bei kaum einem anderen Eucalyptus: gelblich-braun längsgestreifte Bänder dekorieren diese Art und geben ihr eine hohen gestalterischen Wert. Die Rindenzeichnung ist das unverkennbare Merkmal. Die Blätter sind bis 10 cm lang, Einzelberichte bis –19°C sind ermutigend. Einige Autoren zählen E. coccifera zu den frosthärtesten Arten, gleichwohl es entsprechende Freilandversuche in Mitteleuropa kaum gibt. Tasmanisches Hochland Mount Wellington. Serie Radiatae.

E. cordata, –-11 bis –15°C, ein sehr ornamentaler Eucalyptus mit weiß-silbrigen Jugendblättern, die sehr lange erhalten bleiben. Lediglich erst an großen Bäumen treten die typisch sichelförmigen, adulten Blätter auf. Auch die weiße Rind ist attraktiv mit gelegentlich blauer, violetter oder grüner Streifung. Sehr windresistent. Interessant ist die gute Toleranz auf Fröste im nicht akklimatisierten Zustand. Am Naturstandort in Tasmanien gibt es Gebiete, wo dieser Eucalyptus selbst im Südsommer Frösten ausgesetzt ist und diese erstaunlich gut toleriert. Höhe bis 15 m. Serie Viminales.

E. dalrympleana, –15 bis –19C. Sehr dekorativer Eucalyptus mit ähnlichem Habitus wie bei E. debeuzevillei, die Blätter sind aber deutlich kleiner als dieser und er wächst wesentlich schneller. Eucalyptus dalrympleana ist robuster als gemeinhin angenommen und hat eine grau weißliche Rinde mit hübschen bis 12 cm langen grau-blauen Blättern. Im Jugendstadium vollgrünes Blatt. Die für Eucalypten typisch hängende Blattform entwickelt sich erst an 3 bis 4-jährigen Exemplaren. Wächst am Naturstandort zügig bis auf 30 m Höhe, regelmäßiger Rückschnitt im Frühjahr verbessert die Windstabilität. Eucalyptus dalrympleana regeneriert sich sehr gut, so daß weder ein kräftiger Rückschnitt noch das Zurückfrieren während eines Extremwinters problematisch sein dürften. Ursprungsort: Südost-Australien (Great Dividing Range) und Tasmanien, bis auf 1.450 m Höhe. Serie Viminales.

E. debeuzevillei (= E. pauciflora ssp. debeuzevillei), –15 bis –22°C. Mäßig wachsender Baum, der nach vielen Jahren in unserem Klima bis max. 12 m groß werden kann. Grau weißlich schilfernde Rinde, immergrünes bläuliches Laub. Der Schnitt sollte zurückhaltend erfolgen, idealerweise nur an den Triebspitzen. Durch regelmäßigen Schnitt in den ersten Jahren wird der Baum stabiler und neigt nicht so stark dazu, sich im Wind zu verbiegen. E. debeuzevillei kann auch als Busch gezogen werden und eignet sich für den kleineren Garten. Herkünfte vom Mount Ginini, Australien, bis 1.900 m Höhe sind besonders hart.

E. delegatensis, –12 bis –19°C. SO-Australien und Tasmanien. Ein sehr eindrucksvoller Eucalyptus, mit einer Höhe von bis 45 m (selten bis zu 90 m) und riesigen Blättern. Zudem ist es der am reichhaltigsten blühende Eucalyptus. Die Blätter haben eine grünlich-rote Färbung. Die beiden Unterarten E. delegatensis ssp. delegatensis und E. delegatensis ssp. tasmaniensis unterscheiden sich durch die rundlichen Blätter und "warzige" Borke an Jungpflanze der tasmanischen Unterart. Serie Eucalyptus.

E. glaucescens, –15 bis –19°C. Mit bis zu 35 m Höhe ist E. glaucescens ein sehr großer Eucalytus, der in Australien (New South Wales und Viktoria) bis auf 1.800m wächst. Die Viktoria-Herkunft ist härter und wächst etwas moderater und kompakter als andere Herkünfte. Das Aussehen ähnelt sehr stark E. gunnii, das Blatt ist aber deutlich silbriger. Sehr aromatischer Vertreter unter den Eucalypten mit intensivem Duft. Winterhärte wahrscheinlich für milde Regionen ausreichend. Serie Viminales.

E. globulus, –6 bis –13°C, der bekannteste und am häufigsten im südlichen Europa kultivierte Eucalyptus. Kennzeichnend sind die kräftig blauen Jugendblätter an vierkantigen Ästen, im Alter lanzettliches, grünes Blatt. E. globulus hat eine der größten Blüten aller Euclyptusarten. Tarraleah, Tasmanien, ist eine der härtesten Herkünfte.

E. gregsoniana, –8 bis –16°C, ein Schnee-Eucalyptus, der manchmal als E. pauciflora ssp. nana klassifiziert wird. Nicht so hart wie die bekannten E. niphohila oder E. debeuzevillei, aber die sehr variable Frosttoleranz lässt hoffen, daß es einzelne Selektionen gibt, die ausreichend hart für unser Klima sein dürften. Am Naturstandort bis 6 m groß, die Blätter sind grünlich weiß und sehr dick. Reichhaltig blühend, toleriert feuchte Standorte, NSW.

E. gunnii, –19 bis –23°C. Der klassische Eucalyptus, den man hin und wieder auch im Gartencenter finden kann. Eucalyptus gunnii ist ein schnellwachsender Baum mit rundlichen Jungblättern, die im Alter (4. bis 5. Jahr) lanzettlich werden. Leider neigt diese Art bei unseren nährstoffreichen Böden zur Instabilität, daher ist ein regelmäßiger Rückschnitt empfehlenswert, zumal so auch die Jugendblätter sehr lange erhalten werden. Zentral tasmanische Herkünfte (sehr blaue Variante = E. gunnii 'Blaue Form') oberhalb von 1.100 m sind die härtesten. Nicht subalpine Sorten sollten einen geschützten Standort erhalten und sind nur in den wintermilden Regionen zum Auspflanzen geeignet. Die blaue Variante dürfte neben E. niphophila der einzige Eucalyptus sein, der auch in kälteren Regionen auspflanzbar erscheint. Als Kübelpflanze können Sie Eucalyptus gunnii sehr gut halten, da er beliebig beschneidbar ist und anspruchslos ist. Im Winter ist ein heller, sowohl kühler, als auch warmer Standort möglich. Meiden Sie aber Standorte direkt an der Heizung. Serie Viminales.

E. johnstonii, –10 bis –14°C, sehr großer Eucalyptus aus Tasmanien mit hell grünem Blatt und ornamentaler, orange-roter oder gelb-bronzefarbener Rinde. Nahe verwandt mit E. subcrenulata, aber größer bis 40 m Höhe und mit deutlich kräftigeren Früchten. Dürfte im Alter erheblich an Frosthärte zunehmen, während Jungpflanzen relativ empfindlich sind. Serie Viminales.

Eucalyptus kybeanensis
, –14 bis –17°C. Moderat wachsender Eucalyptus, der nach einigen Jahren bis 15 m Höhe erreichen kann. Auffällig ist die hübsche weiße Rinde, welche im Summer in langen Streifen abfällt und eine kontrastreiche grüne Färbung annimmt. Die endgültige Frosthärte ist nicht ermittelt, wobei –16 °C bei korrekt akklimatisierten Exemplaren in England bisher schadlos verlaufen ist. Aufgrund der Höhe am Naturstandort, Viktoria und New South Wales bis auf 1.700 m, dürften noch tiefere Temperaturen möglich sein. Erste Versuche im Freiland zeigen eine sehr breit gestreute Frosttoleranz, wobei einige Pflanzen –17 °C in 2m mit leichten Blattschäden überlebten. Serie Fraxinales.

E. leucoxylon, –5 bis –11°C, eine der hübschesten Blüten unter den Eucalyptusarten: pinkfarben und in reichlicher Zahl. Sehr stabiler Baum bis 18 m Höhe. In der Literatur nur als wenig frostbeständig angesehen, maximal bis –11°C. Tasmanische Herkünfte und jene aus dem zentralaustralischen Hochplateau, wo er in Höhen von bis 700 m wächst, dürften vielleicht etwas frostbeständiger sein. Wie dem auch sei, zumindest ist es die härteste Art mit ornamentaler Blüte.

E. macarthurii, –13 bis –16°C. Mit bis zu 25 m Höhe rasch wachsender Eucalytus, mit dunkelgrünem Blatt und dichter Krone. Herkunft Südost-Australien. Bisher gibt es aus Mitteleuropa noch keine ausreichende Freilanderfahrung. Ältere Exemplare haben unter kontinentalen Bedingungen in Zentral-England bisher –16°C mit nur geringem Schaden überlebt. Die erwartete Frosttoleranz dürfte aber noch niedriger liegen. Interessant für die Freilandkultur dürfte die Verträglichkeit schwerer Böden sein, die es bei uns ja reichlich gibt. E. macarthurii ist eine Art, aus der ätherische Öle gewonnen werden. Serie Viminales.

E. mitchelliana, –12 bis –15°C. Langsam und moderat wachsender Eucalytus, mit rotgrünen Ästen und blaugrauem Blatt. Herkunft aus einer 30 ha großen Region des Mount Buffalo Australien. Bisher nur bis –12°C Freilanderfahrung. Die Etablierung ist etwas zögerlich, kann aber durch kühle Sommer und viel Feuchtigkeit gut gefördert werden. Toleriert problemlos kühl-feuchte Standort und dürfte auch schattenverträglich sein. Serie Longitudinales.

E. morrisbyi, –11 bis –15°C, sehr seltener Eucalyptus aus der Umgebung von Hobart, Tasmanien. Sehr windbeständig, bis 12 m Höhe. Sehr hübsche tiefgrüne Blätter mit glatter Rinde. Obwohl er aus tiefen Regionen stammt, ist er erstaunlich frostbeständig.

E. moorei nana, –12 bis –16°C, buschiger Eucalyptus, der bei optimalem Standort zwar bis 6 m Höhe erreichen kann, aber i.d.R. kleiner bleibt. Erfahrungen aus England geben bei manchen Selektionen eine sehr gute Frosttoleranz bis –21°C an. Serie Longitudinales.

E. morrisbyi, –11 bis –17°C, ein seltener tasmanischer Eucalyptus von niedrigen Höhen, welcher dennoch eine überrascht gute Frosttoleranz aufweist. Die nahe Verwandtschaft zu E. gunnii und E. urnigera ist nicht zu verkennen, dennoch entwickelt sich im Alter ein wesentlich exotischerer Habitus mit ornamentalem Laub und Rindenstruktur.

E. neglecta, –16 bis –19°C. In Amerika hat sich E. neglecta inzwischen zur beliebtesten Art für die winterkalten Regionen entwickelt. Er hat gewisse Ähnlichkeit mit E. globulus, das weiche Blatt und die rechteckigen Äste haben beide gemeinsam. Die deutlich bessere Frosttoleranz aber verspricht einiges für die Zunkunft, zumal diese Art Halbschatten toleriert und im kühl gemäßigten Klima eine interessante violette Färbung im Winter an den Blättern entwickelt. Das Jungendblatt ist sehr langlebig und kann bis zu 12 Jahren am Holz persistieren. Die Wuchshöhe liegt bei max. 2 m im kühl gemäßigten Klima pro Jahr, Endhöhe ca. 15–20 m. Die Regenerationsfähigkeit aus dem Lignotuber ist sehr ausgeprägt und verspricht eventuell ein erfolgreiches Auspflanzen auch in Zone 6 ? Leider gibt es bisher kaum Freilanderfahrungen. Bisherige Testungen versprechen eine Wurzelhärte von –12°C bis zu 3 Wochen. Jungpflanzen haben mit leichten Blattschäden den 01/02er Winter im 3L Topf überstanden, so daß Eucalyptus neglecta potentiell auch längerfristige Fröste überstehen könnte. Serie Viminales.

E. nicholii, –8 bis –17°C, attraktiver Eucalyptus, der sehr oft in den warmen Regionen gepflanzt wird. Diese Anpflanzungen stammen aber leider zumeist aus nicht sehr harten Provenienzen. Die Blätter sind hellgrün mit rötlichen Ästchen, ein sehr exotischer Effekt. Am Naturstandort in NSW und Queensland erreicht er eine Höhe bis 15 m.

E. nitens, –10 bis –16°C, in Neuseeland beliebter Eucalyptus, da er schnell wächst und eine hübsche silbrige Färbung an Blatt und Rinde aufweist. Höhe bis 70 m, weiche Rinde mit gelb-weißer Färbung, Blätter adult bis 24 cm lang, lanzettlich und grün. Viktoria und NSW. Serie Viminales.

E. nitida, –11 bis –16°C, im Westen Tasmaniens sehr verbreiteter Eucalyptus von den Küstenregionen bis hinauf in Mittelgebirge. Sehr variabel in Wuchs und Habitus mit einer maximalen Höhe von 40 m. Gelb-grüne oder weiße Rinde. Blätter breit, grün und duftend. Serie Radiatae.

E. obliqua, –9 bis –17°C, sehr feuerbeständiger Eucalyptus mit dicker Rinde. Weit verbreitet in Tasmanien und SO-Australien. Es ist jener Eucalyptus, der der Familie ihren Namen gegeben hat, da es der erste war, der in der Alten Welt botanisch untersucht wurde. E. obliqua bevorzugt kühle, feuchte Standorte und toleriert gut Schatten. Durch die weite Verbreitung bedingt, gibt es erhebliche Unterschiede ind er Frosttoleranz, bis –17°C dürften die härtesten Provenienzen vertragen. Serie Eucalyptus.

E. ovata, –9 bis –15°C, mittelgroßer Eucalyptus mit kräftigem, meist solitärem Stamm und relativ dichter Krone, wobei die blauen Blätter in kleinen Tuffs am Ende der Äste arrangiert sind. Ein ornamentaler Effekt. Serie Foveolatae.

E. parvifolia (= E. parvula), –17 bis –21°C. Ein Eucalyptus mit eher grünem, kleinem Blatt, welches mäßig aromatisch ist. Er ist gut an unsere winterlichen Klimaverhältnisse angepasst, da er am Naturstandort auch rasche Temperaturstürze aushalten muß. Bis 8 m hoch, Jugendblätter elliptisch, erwachsene Blätter lanzettlich und für Eucalyptus relativ klein, Rinde grau braun. Im Gesamtbild wirkt E. parvula eher wie eine Eucryphia, mit kleinen, hellgrünem Blatt. Herkunft NSW, Cooma, Australien bis auf knapp 1000 m Höhe. Ab –17 bis –21°C friert er zurück, neigt aber dazu, oft wieder aus dem Lignotuber zu regenerieren. Einer der ältesten Eucalyptusbäume in Mitteleuropa ist ein mind. 15-jähriger E. parvifolia in der Voreifel bei Bonn. Meine Einschätzung ist, daß E. parvifolia als der härteste Eucalyptus für unser Klima anzusehen ist. Serie Microcarpae.

E. pauciflora. Der Schnee-Eucalyptus ist der Beste für unser Klima, da er bis –18°C immergün bleibt und selbst scharfe Fröste mit Mulchung überdauert. Er hat eine hübsche weißliche Rinde, mit rötlichem Neuaustrieb. Im Gegensatz zu den meisten anderen Arten zeigt er einen mäßigen Wuchs und passable Endhöhen bis 6 m. Daher ist er auch gut für den kleinen Garten geeignet. Zudem kann Eucalyptus niphophila überall in Deutschland ausgepflanzt werden. Beschneidung als Busch ist problemlos im Frühjahr möglich. Subalpine Sorten tolerieren besser tiefen Frost als die nicht subalpinen Herkünfte.

Weitere interessante Sorten/Arten des Schnee-Eucalyptus für den mitteleuropäischen Garten sind:
E. pauciflora, Mount Buller, Victoria 1804 m, das höchst gelegene Habitat mit kompakt wachsenden, kleinen Bäumen.
E. pauciflora, Jamieson/Licola, Victoria, von 1588 m Höhe. Niedrig wachsende, buschige Form.
E. pauciflora, Dargo High Plains, Victoria 1400 m mit kleinen Bäumen, bis 5 m Höhe und kompaktem, aber lichtem Wuchs.
E. pauciflora ssp. acerina, Mount St. Gwynear, Victoria, aus 1563 m Höhe. Kräftige, bis 10 m große Exemplare mit hübscher, grün-gelblich schilfernder Rinde und lichter Blattkrone.
E. pauciflora var. buffalo, Mount Buffalo, Victoria aus 1723 m Höhe. Kleineres Blatt mit eher buschigem Wuchs, exponierter und kalter Standort.
E. pauciflora ssp. hedraia, Falls Creek, Victoria aus 1500 m Höhe.
E. pauciflora ssp. lacrimans aus Adaminaby NSW, Australien, der bis 1066 m hinauf wächst. Aufrecht wachsende Form mit lichtem Blattwerk. Exemplare auf offenem, windexponiertem Gelände mit magerem Boden und mäßigem Frost.
E. pauciflora ssp. debeuzevillei, Three Mile Creek Lake via Caramurra, NSW, mit 1420 m Höhe eines der kältesten Standorte.
E. pauciflora ssp. niphophila, Mount Hotham, Victoria 1700 m. Exponierte, windgepeitschte Höhenlage mit dichten, kleinen Bäumen, kalter Standort.
E. pauciflora ssp. niphophila, Mount Bongong, Victoria 1700 m. Kräftige, bis 8 m große Exemplare an regnerischem, kaltem Standort.
E. pauciflora ssp. niphophila, Guthega, NSW 1600 m, niedrig wachsende Exemplare mit kompakter, schirmförmiger Krone.
E. pauciflora ssp. niphophila, Charlotte Pass, NSW 1850 m, der kälteste Standort mit historischen –23 °C an der dortigen Wetterstation.

E. perriniana, –15 bis –19°C. Eucalyptus mit vielversprechenden Berichten über die Winterhärte, erste Erfahrungen mit einem kälteren Winter (2002/03) bestätigen dies. Bis –17°C immergrün, Wurzelhärte etwa –12°C, seit 5 Jahren in der Freilandkultur. Bis 15 m hoch, Rinde bronzefarben mit sehr dekorativer Musterung. Eucalyptus perriniana wird sich wohl langfristig als einer der besten für unser Klima in den wintermilden Regionen herausstellen, denn er wächst bei uns ca. 2 m im Jahr, behält in der Freilandkultur eine dichte Belaubung, bleibt stabil und hat ein äußerst attraktives Blatt. Das runde Jugendblatt, welches sich zirkulär um den ganzen Stamm windet, und die schlanken, silberblauen Erwachsenenblätter sind sehr dekorative Effekte. Zudem ist es der am meisten duftende Eucalyptus - unter den winterharten Eucalypten. Die Regerationsfähigkeit aus dem Lignotuber nach starken Frösten scheint sehr gut zu sein. Herkünfte aus Viktoria bis auf 1800 m Höhe und selektierte Herkünfte aus Süd-Neuseeland sind als die besten für eine Freilandkultur anzusehen. Serie Viminales.

E. pulchella, –8 bis –14°C, in Tasmanien endemischer Eucalyptus mit glatter Rinde und grün-weißem Blatt. Sehr attraktiver Wuchs, Frosthärte völlig unbekannt, dürfte urgendwo zwischen –8 und –14°C liegen. Serie Radiatae.

E. pulverulenta, –8 bis –16°C, in der Natur bedrohter Eucalyptus, obwohl diese Art neben E. gunnii und E. perrninana am häufigsten in der Floristik zur Schnittblumendekoration genutzt wird. Ausgepflanzte Exemplare zeigen sehr oft ein bizarres Wachstum: das Laub ist licht, das Astwerk dürr, manchmal knorrig, der gesamte Habitus erinnert eher an Wüstensträucher, als an einen Eucalyptusbaum. Die Frosttoleranz variiert sehr stark und dürfte bis –16°C reichen, bevor E. pulverulenta zurückfriert, NSW. Serie Viminales.

E. regnans, –8 bis –16°C, der größte aller Eucalyptus. An günstigen Standorten bis 100 m hoch. Bekannt als die "Tasmanische Eiche". Das Blatt ist kräftig grün und der Wuchs aufrecht. Durch die weite Verbreitung dürfte es Provenienzen geben, die vielleicht härter sind als gemeinhin angenommen. Leider bildet E. regnans keinen Lignotuber aus, sodaß die Regerationsfähigkeit als auch die Beschneidbarkeit nur eingeschränkt sind. Jedenfalls sollte diese Art auf ihre Härte getestet werden.

E. risdonii, –7 bis –14°C, seltener Eucalyptus, der nur in einem begrenzten Gebiet Tasmaniens vorkommt. Das silbrige, herzförmige Blatt ist kennzeichnend und macht ihn zu einem ornamentalen kleinen Baum, bis max. 8 m Höhe. Serie Radiatae.

E. rodwayi, –15 bis –16°C. Mittelgroß, moderat wachsender Eucalytus bis zu 20 m Höhe, mit grünem Blatt und grau-brauner Rinde. Weit verbeitet in Südost-Australien Zentralplateau und Tasmanien, dort bis 800 m. Die genaue Temperatur, ab welcher dieser Eucalyptus zurückfriert, ist bisher noch nicht ermittelt, dürfte aber bei etwa –16°C liegen. Tasmanische Herkünfte sind ideal für unser Klima. Diese sind gut an regnerische, kühle Witterung angepasst und dürften auch längere Fröste überstehen. Serie Foveolatae.

E. rubida, –13 bis –19°C. Dieser Eucalyptus ist gut tolerant auf schattige oder halbschattige Standorte. Rötliche glatte Rinde mit Blättern ähnlich E. gunnii, wobei das erwachsene Blatt eckiger ist und nicht ausgeprägt lanzettlich wird. Bemerkenswert ist der sehr stabile Wuchs, zudem ist E. rubida auch relativ windtolerant. Schlanker Habitus mit lichter Krone. Jungpflanzen sind etwas sparrig, dies wächst sich aber im Alter aus. Den Winter 02/03 hat E. rubida bis –19°C mit leichten Blatt-Schäden überstanden, die Rinde ist ab –18°C gefährdet und sollte mit Frostschutzvlies im unteren Bereich umwickelt werden, um ein Platzen zu verhindern. Serie Viminales.

E. sieberi, –7 bis –15°C, in Victoria und einer kleinen Küsten-Region Tasmaniens vorkommender Eucalyptus. Wächst sowohl küstennah als auch im Mittelgebirge, benötigt einen gut drainierten Boden. Frottoleranz geschätzt bis max. –15°C je nach Herkunft. Serie Psathyroxyla.

E. stellulata, –12 bis –19°C, ein Eucalyptus mit dichter Krone, ganz anders als E. pulverulenta. Das erwachsene Blatt erinnert an E. niphophila, ist jedoch im Jugendstadium rundlich. Am Naturstandort besiedelt E. stellulata feuchte Senken, er toleriert vorübergehende Überflutung und dürfte in der Frosttoleranz ohne weiteres an E. pauciflora ssp. pauciflora heranreichen, SO-Australien. Serie Longitudinales.

E. subcrenulata, –13 bis –19°C, eher kleiner tasmanischer Eucalyptus bis 18 m Höhe, mit ornamentaler, grau-weißer oder gelb-grüner Rinde und dunkel grünem Blatt, sehr ähnlich E. johnstonii. Jugendblatt rundlich, viereckige Äste. Dürfte eventuell für wintermilde Standorte geeignet sein, da er im subalpinen Tasmanien bis an die Baumgrenze wächst. Serie Viminales.

E. tenuiramis, –8 bis –15°C, im Südosten Tasmaniens endemischer Eucalyptus mit blaugrünem Jugendblatt. Ein sehr ornamentaler Baum bis max. 25 m Höhe. Das Jugendblatt erinnert stark an E. perriniana, jedoch besteht eine Hybridisierungstendenz mit E. coccifera. Serie Radiatae.

E. urnigera, –-8 bis –19°C, im Südosten Tasmiens bis auf 900 m beheimatet, zumeist auf felsigen Hügeln und im subalpinen Buschland. Bis max. 12m Höhe. Toleriert auch schwierige Standorte, wie feuchte und nährstoffarme Böden. Sehr ähnlich zu E. gunnii, jedoch härter als die meisten E. gunnii Provenienzen.

E. viminalis, –13 bis –18°C, kleiner, eher buschiger Eucalyptus mit kräftig grünem Blatt. Toleriert auch kräftige Fröste relativ problemlos, wobei die Toleranzgrenze noch nicht ermittelt ist. Sehr langsam wachsend, daher ideal für einen Versuch in kleineren Gärten. Serie Viminales.

E. youmanii, –13 bis –17°C, attraktiver Eucalyptus mit dichter Krone aus kräftig grünen Blättern mit heller faseriger Rinde. Benötigt einen gut drainierten Standort, dürfte dann problemlos –17°C überstehen, ev. auch wesentlich mehr. NSW, Queensland.


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