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Phoenix

Phoenix canariensis
x sylvestris
Phoenix canariensis Phoenix canariensis Phoenix sylvestris Phoenix humilis, Manipur Phoenix loureirii 'Manipur', Lokhtak Phoenix rupicola

Phoenix-Palmen sind relativ raschwachsende Fiederpalmen der mediterranen bis subtropischen Klimate und von Afrika, über Europa bis Asien verbreitet. Die klassische Phoenix ist zwar die kanarische Dattelpalme, P. canariensis (s.u.), es gibt aber noch eine ganze Reihe weiterer, wesentlich interessantere und kälteverträglichere Arten:

Phoenix acaulis, kleine, indo-burmesische Art mit kurzen, dicken Stämmen. Der Schopf ist mit 2 bis 4 m an idealer Stelle relativ klein und bleibt im Kübel zumeist sogar noch kleiner, so daß P. acaulis eine hervorragende Kübelpalme für den langfristig planenden Exotenfreund ist.

Phoenix canariensis. Die kanarische Dattelpalme ist erkennbar an der großen dichten Krone mit elegant geschwungenen Blättern. Häufig kultiviert in Urlaubsgebieten. Toleriert geringe Fröste, ist aber fürs Freiland nicht geeignet.

Phoenix dactylifera, die Echte Dattelpalme. Typischerweise besteht ihre Krone aus nur wenig geschwungenen Blättern. Sie kann basale Ableger bilden und trägt die eßbaren Dattelfrüchte. Frosttoleranz für eine Freilandkultur nicht ausreichend.

Phoenix humilis. Kleine Phoenixpalme bis 3 m Höhe aus Indien, die ein sehr weitgefächertes Verbreitungsgebiet hat, von den großen Flußebenen,bis hinauf auf 2000 m im Gebirge. Die Früchte sind genießbar. In der Kübekultur sehr gut haltbare Art, da sie kaum die Dimensionen sprengt und mit maximal 2 bis 3 m Schopfdurchmesser durchaus auch für den kleineren Wintergarten geeignet erscheint.

Phoenix loureirii 'Manipur'. Kleine Phoenixpalme aus dem indoasiatischen Raum. Ähnelt sehr stark P. roebelinii. Die Fiederblätter sind aber buschiger, da in mehreren Ebenen angeordnet, und wirken daher exotischer. Die Manipur-Herkunft wächst am Lokhtak-See an den steilen Hängen der umgebenden Gebirge, zumeist als Unterwuchs der arboreszenten Vegetation, die aus Pinus spp., Quercus spp. und Callicarpa spp. besteht. Eine sehr interessanter und erstmals angebotener Ökotyp der Subspecies P. loureirii var. loureirii (syn. P. hanceana).

Phoenix paludosa. Indoasiatische Art aus tropischen Regionen, an feuchten Stellen oder in Überschwemmungsgebieten, wie Flußauen, an den Küsten oder Mangrovenwäldern (palus = Sumpf). Sie bleibt klein und bildet Ausläufer, ist daher gut für die langfristige Kübelkultur geeignet. Am besten ist ein winterwarmer Standort, im geheizten Wintergarten oder an hellen Stellen im Wohnzimmer.

Phoenix roebelenii ist eine grazile Phoenix-Palme mit schlankem Stamm bis maximal 3 m Größe. Sie ist sehr anpassungsfähig und kann sonnig, als auch schattig gedeihen. Im Kübel verhält sie sich über viele Jahre hinweg gesittet und sprengt kaum die Dimensionen.

Phoenix rupicola. Mittelgroße, indische Art, die bevorzugt an steinigen, schluchtigen Standorten zu finden ist (rupes = Klippe). Mit bis 10 m Höhe kann sie an schattigen Standorten relativ groß werden, verhält sich im Kübel aber zumeist gesitteter. Sie ähnelt P. roebelinii, hat jedoch wesentlich längere und hängende Blätter. Elegante Fiederpalme für den größeren Wintergarten.

Phoenix sylvestris, die indische Dattelpalme ist sehr anpassungsfähig und gedeiht sowohl in tropischen als auch warm-gemäßigten Klimaten. Sie ist erkennbar an den blau-grauen Blättern. Kübelhaltung.


Barrow, S. 1998: A revision of Phoenix. Kew Bulletin 53 (3), 513-575.
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