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Sedum rupestre L.
Felsen-Fetthenne, Tripmadam, Crassulaceae - Dickblattgewächse
Sommerblüher, VI–VIII, 10–35 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Felsen-Fetthenne tritt in Mitteleuropa verbreitet bis zerstreut auf, mit Schwerpunkt an Sand- und Silikatstandorten. Bevorzugt werden Trockenrasen, Felsfluren, steinige Ruderalstellen und trockene, lichte Wälder besiedelt. Die Pflanzen sind immergrün mit sterilen und blühenden Trieben. Die Laubblätter sind stielrund, können farblich stark variieren, von blassgrün bis grünblau zu braunrot. Am Ende der Blätter sind diese weich stachelspitzig und haben am Grund einen kleinen, stumpfen Sporn. Die Blütenstände sind doldig-traubig, die einzelnen Äste zurück gebogen und tragen bis zu 50 Einzelblüten. Bis in die letzten Verzweigungen finden sich Hochblätter. Zur Fruchtreife ist der Blütenstand konkav. Die Blüten sind 6–8(–9)-zählig, bis 7 mm lang, haben goldgelbe Kronblätter und grüne, 1/2 so lange Kelchblätter. Später bilden sich gelbbraune Balgfrüchte.


Abb. 1 Blüte des Sedum rupestre und die rundlichen, stachelspitzigen Laubblätter, in einer schattigen Felswand des Siegmäanders bei Blankenberg, 29.06.2016, 105 m, 50° 46' 02 N, 07° 22' 08 O Abb. 2 Beim Blütensatnd von Sedum rupestre sind die einzelnen Äste zurückgebogen. Schattige Felswand des Siegmäanders bei Blankenberg, 29.06.2016, 105 m, 50° 46' 02 N, 07° 22' 08 O

Abb. 3 Blühende Pflanzen des Sedum rupestre in einem Felsband an der Rheinbrohler Ley, 23.06.2018, 186 m, 50° 29' 11 N, 07° 20' 21 O Abb. 3 Nicht blühende (sterile) Triebe des Sedum rupestre in einem Felsband an der Rheinbrohler Ley, 23.06.2018, 186 m, 50° 29' 11 N, 07° 20' 21 O

Abb. 5 Runde und weich stachelspitzige Laubblätter des Sedum rupestre, an der Abbruchkante des südlichen Elbhangs nördlich von Meißen, 04.06.2020, 144 m, 51° 11' 02 N, 13° 27' 18 O Abb. 6 Blühendes Sedum rupestre. an einem Wegesrand auf dem Bausenberg, Niederzissen, 09.07.2020, 297 m, 50° 27' 54 N, 07° 13' 07 O

Abb. 7 Elongierende Blühtriebe des Sedum rupestre vor dem Aufblühen. Abbruchkante des südlichen Elbhangs nördlich von Meißen, 04.06.2020, 144 m, 51° 11' 02 N, 13° 27' 18 O Abb. 8 Blühende Pflanzen des Sedum rupestre in einem Halbtrockenrasen auf dem Strangenberg, Westhalten, Elsass, 21.06.2019, 387 m, 47° 57' 49 N, 07° 16' 13 O

Abb. 9 Laubblätter des Sedum rupestre mit Sporn und Stachelspitze. Halbtrockenrasen auf dem Strangenberg, Westhalten, Elsass, 21.06.2019, 387 m, 47° 57' 49 N, 07° 16' 13 O


Der Gattungsname Sedum L. war schon vorlinnäisch gebräuchlich, lat. "sedum" (= Hauswurz). Er umfasste da aber mehrere Gattungen wie beispielsweise Sempervivum L. oder Aizoon L. und nicht exklusiv die Fetthennen, beziehungsweise Mauerpfeffer. Das Epitheton rupestre stammt von lat. "rupes" (= Felsklippe), nach dem bevorzugten Standort der Pflanzen.

Sedum rupestre sind hübsche Sommerblüher für trockene und sonnige Stellen im Steingarten, Alpinum oder Yuccabeet.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Sedum rupestre. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sedum-rupestre.html am Tg.Mo.Jahr.

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