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Centaurea scabiosa L.
Skabiosen-Flockenblume, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Hochsommerblüher, VII–VIII, 50–120 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Skabiosen-Flockenblume tritt in Mitteleuropa zerstreut bis verbreitet auf. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch, in Amerika und Ostasien ist sie eingebürgert. Bevorzugt siedeln die Pflanzen auf kalkhaltigen Standorten wie offenen, eher trockenen Wiesen, Trockensäumen, Extensiväckern oder an Ruderalstellen. Die Pflanzen sind nicht sparrig verzweigt und haben über der Mitte meist aufrecht stehende Sprossachsen. Über Wurzelsprosse können sich geteilte Pflanzen regenerieren. Die Stängel sind kantig und rau. Die Laubblätter sind fiederteilig, grün, ledrig, glatt oder spärlich rau behaart. Gelegentlich finden sich Sippen mit ungeteilten Laubblättern, deren systematische Betrachtung nicht abschließend ist. Meist haben die Pflanzen nur wenige Blütenköpfchen, die in einer Schirmtraube stehen. Die Blütenhülle (das rundlich eiförmige Organ unterhalb der Krone) misst über 1,2 cm im Durchmesser und ist von Hüllblättern mit deutlich schwarzem Rand bedeckt, dessen Anhängsel hellbraun sind, was ein braun-schwarz-grünes, regelmäßiges Muster ergibt. Die Blütenkrone ist dunkel purpurfarben, gelegentlich hellrot oder selten weiß. Später bilden sich Früchte mit einem "Fallschirm" (= Pappus), der etwa so lang wie die Frucht ist.


Abb. 1 Die Laubblätter der Centaurea scabiosa sind meist fiederteilig. Halbtrockenrasen im Urft-Tal bei Nettersheim, Eifel, 26.09.2015, 445 m, 50° 30' 36 N, 06° 37' 19 O Abb. 2 Die Blüten der Centaurea scabiosa sind dunkel purpurfarben. Extensivweide in Neuss-Helpenstein, 07.09.2019, 40 m, 51° 08' 35 N, 06° 39' 45 O

Abb. 3 Meist wächst Centaurea scabiosa aufrecht, kann nach Regen aber nieder liegen. Kalkhaltiger Waldsaum im Urft-Tal bei Nettersheim, Eifel, 03.08.2016, 443 m, 50° 30' 40 N, 06° 37' 12 O Abb. 4 Blütenköpfchen der Centaurea scabiosa am Haselschacher Buck, Kaiserstuhl, 19.06.2019, 456 m, 48° 05' 42 N, 07° 41' 39 O

Abb. 5 Laubblätter von Centaurea scabiosa, am Wegesrand auf dem Rotenfels, Rheinland-Pfalz, 23.06.2020, 295 m, 49° 49' 03 N, 07° 50' 03 O Abb. 6 Fast kugelige Blütenhülle von Centaurea scabiosa am Haselschacher Buck, Kaiserstuhl, 19.06.2019, 456 m, 48° 05' 42 N, 07° 41' 39 O

Abb. 7 Frisch austreibender "Spargel" der Hohen Sommerwurz, Orobanche elatior Sutton, die auf Centaurea scabiosa schmarotzert. Wechselfeuchte Wiese im Urft-Tal, Eifel, 22.06.2016, 436 m, 50° 30' xx N, 06° 37' xx O Abb. 8 Laubblätter und kantiger Stängel von Centaurea scabiosa. Magerrasen in Dresden-Gostritz, 03.06.2020, 192 m, 51° 00' 24 N, 13° 44' 31 O

Abb. 9 Laubblätter von Centaurea scabiosa im Herbst, am Massanutten Ridge Trail, Virginia, 07.10.2019, 848 m, 38° 23' 47 N 78° 46' 11 W Abb. 10 Blütenkörbchen von Centaurea scabiosa am Massanutten Ridge Trail, Virginia, 07.10.2019, 848 m, 38° 23' 47 N 78° 46' 11 W

Abb. 11 Centaurea scabiosa an einem gestörten Wegesrand auf dem Rotenfels, Rheinland-Pfalz, 23.06.2020, 295 m, 49° 49' 03 N, 07° 50' 03 O Abb. 12 Blütenhüllen von Centaurea scabiosa in der Fruchtphase, Wegesrand auf dem Rotenfels, Rheinland-Pfalz, 23.06.2020, 295 m, 49° 49' 03 N, 07° 50' 03 O

Abb. 13 Centaurea scabiosa ist gut angepasst an Tockenheit. Im Trockenrasen auf dem Strangenberg, Westhalten, Elsass, 21.06.2019, 356 m, 47° 57' 30 N, 07° 16' 02 O


Der Gattungsname Centaurea leitet sich ab von gr. "Kentaureios" (= Kentauren, pferdegestaltige, heilkundige Bergbewohner), was auf den arzneilichen Gebrauch der Gattung hinweist und die selbe etymologische Wurzel wie die Gattung der Tausendgüldenkräuter, Centaurium Hill., hat. Das Epitheton scabiosa bezieht sich auf die Gattung Scabiosa L. und beschreibt die Ähnlichkeit der fiederteiligen Laubblätter.

Die Skabiosen-Flockenblumen sind dekorative Stauden mit attraktiven, farbenfrohen Blüten und werden schon lange in Gärten kultiviert. Passende Standorte sind alpine Pflanzungen, Steingärten, Staudenbeete oder auch Yuccaarrangements. Die Pflanzen sollten sonnig und offen stehen, ideal ist ein kalk- oder basenhaltiger Boden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Centaurea scabiosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/centaurea-scabiosa.html am Tg.Mo.Jahr.

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