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Yucca Hybriden

Y. gloriosa x recurvifolia Y. recurvifolia li.
Y. gloriosa x rec. re.
Y. gloriosa x recurvifolia Y. faxoniana x glauca Y. x Karlsruhensis Y. x Barmensis Fruchtstand

Yucca Hybriden sind grundsätzlich zwischen allen Arten möglich. Einige entstehen spontan am Naturstandort, andere werden manuell gekreuzt. Das Interessante der Hybriden ist ihr formenreicher Wuchs und die Möglichkeit, wenig winterharte Arten mit robusten Arten kreuzen, um die Winterhärte zu verbessern. Bisher sind nur wenige Hybriden in Europa in der Kultur, bekannte wie Y. x karlsruhensis und die häufigen Hybriden aus dem Aloifolia-Gloriosa-Recurvifolia und Flaccida-Filamentosa Komplex. Einige seltenere Hybriden sind zumeist zufällig aus Saat gezogene Spontanhybriden oder müssen mit viel Mühe importiert werden, da bis auf Y. aloifolia alle außerhalb des amerikanischen Kontinentes kultiviuerten Yucca-Arten sich aufgrund des fehlenden Vektors nicht selbst vermehren können. Bei Y. aloifolia sind es Ameisen, die diese Arbeit übernehmen, während alle anderen Arten ihre Yuccamotten zur erfolgreichen Reproduktion benötigen.

Yucca-Aloifolia-Gloriosa-Recurvifolia-Komplex: Zumeist sind es Exemplare mit kräftig grünem Blatt und starker Spitze. Das Blatt ist nur leicht zurückgeneigt, schmaler als bei Y. recurvifolia und der Stamm wirkt gedrungen, weniger holzig als bei Y. recurvifola. Die Blüte kann im Frühjahr oder Herbst auftreten. Diese Hybriden bilden zügig einen Stamm und sind an trockenem Standort hart in den milden Regionen. Für kalte Gebietre empfiehlt sich ab -17°C Schutz. Gute architektonische Alternative zu den herkömmlichen, winterharten stammbildenden Yuccas.

Y. carnerosa x filifera: Zeitweise wurden diese Hybriden als Unterart von Y. faxoniana gesehen: Y. faxoniana subsp. carnerosana. Natürlicherweise neigten beide Arten untereinander zur spontanen Hybridisierung, als auch mit Y. decipiens. Die Hybride hat ein deutlich breiteres Blatt als Y. faxoniana und ist etwas empfindlicher in der Freilandkultur als Y. carnerosana.

Y. faxoniana x glauca: Sie bildet einen kurzen Stamm mit konkaven Blättern, die randständige Fäden tragen. Die Blattform ist leicht konkav und wird zur Spitze hin langsam schmaler. Im Laufe der Zeit bilden sich mehrere Schöpfe. Y. faxoniana x glauca verspricht eine gute Toleranz von Feuchtigkeit sowie eine bessere Winterhärte als Y. faxoniana. Als Standort wählen Sie einen sonnigen Platz mit guter Drainage.

Y. flaccida x filamentosa: Was bei uns meist als Y. filamentosa angeboten wird, ist in Wahrheit Y. flaccida oder eine der zahlreichen Hybriden mit dieser. Die echte Y. filamentosa hat ein breites spatelförmiges Blatt mit kräftigen Fäden. Sie ist in ganz Deutschland winterhart. Auch die Hybriden zwischen beiden Yuccas sind bestens winterhart. Es gibt fast jede erdenkliche Kreuzung mit den unterschiedlichsten Blattformen, -farben und -fäden. Letztlich alles schöne Pflanzen und jede für sich ein individueller Exot.

Y. x Barmensis ist eine Dreifachhybride (Y. gloriosa x recurvifolia) x Y. linearifolia aus manueller Bestäubung, stammbildend. Wahrscheinlich schmales, recurvifolia-ähnliches Blatt ohne Fäden mit länger persistierender Blattscheide, spekulativ bis Z 6.

Y. x Karlsruhensis: Kreuzung aus Y.glauca und Y.filamentosa mit schmalem Blatt und randständigen Fäden. Aus Samen gezogene Pflanzen müssten richtigerweise Y. karlsruhensis x Y.s p. genannt werden, da sie zwar den Habitus von Y. x karlsruhensis haben, aber der Bestäuber nicht bekannt ist. Bei guter Drainage vollständig winterhart auch in den kalten Regionen.


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