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Quercus

Quercus ilex,
Privatgarten
Quercus ilex,
in Essen
Quercus ilex,
Naturstandort
Quercus ilex,
Frankreich
Quercus ilex,
Arboretum Burgholz

Quercus suber,
Frankreich
Quercus coccifera,
in der Garrigue
Quercus myrsinifolia,
Privatgarten
Quercus pyrenaica,
Frankreich

Die große Gruppe der Eichen bietet mehr als nur die bekannten, einheimischen Gehölze. Unter Ihnen gibt es sehr harte immergüne Vertreter und solche mit hochdekorativem Blatt. Manche sind nicht fürs Freiland geeignet, andere wiederum nur für die milden Regionen, wenige können auch versuchsweise in den kalten Regionen ausgepflanzt werden. Den meisten Arten ist gemeinsam, daß sie sehr langsam wachsen und erst nach 10 oder mehr Jahren ihre volle Pracht entfalten. Seien Sie also geduldig. Sollten Sie Auspflanzversuche machen wollen, wählen Sie am besten Exemplare, die mindestens 1 m Höhe erreicht haben.

Quercus coccifera ist die kleinste der immergünen Eichen und wächst im Mittelmeerraum. Mit normalerweise maximal 1 m Höhe bleibt sie am Naturstandort relativ klein, kann unter idealen Bedingungen aber auch Baumhöhe bis 3 m erreichen, Z 7b.

Quercus ilex, die Steineiche, ist ausreichend hart für die wintermilden Regionen. Sie bleibt immergrün und wächst relativ langsam. Nach 20 Jahren erreicht sie eine Höhe von 4 bis 5 m. Daher ist sie, wie viele andere immergrüne Eichen auch, bestens für den kleinen Garten geeignet.

Quercus lanata, immergrüne EIchen aus dem Himalaya aus Höhen von 1300 bis 3000 m, mit einer Höhe von 15 m, selten noch mehr. Typischerweise hat Q. lanata ein gezähneltes Blatt, die Winterhärte dürfte für Z 8 ausreichend sein.

Quercus laurifolia stammt aus de, Süden Nordamerikas und kommt im selben Habitat wie Magnolia grandifolia vor. Sie ist laubabwerfend und dürfte bis in Z 7b hart sein. Langfristig Exemplare stehen beispielsweise im BG Bochum.

Quercus myrsinifolia gehört zu den härtesten immergünen Eichen und stammt aus Nordamerika. Sie bleibt ebenfalls immergrün, zumeist bis 6 m Höhe, manchmal mehr. Das Laub ist relativ dicht und sie dürfte auch in etwas rauherer Lage auspflanzbar sein. Nehmen Sie jedoch nur kräftige Exemplare zum Auspflanzen. Sehr seltene Eiche, bambusblättrige Eiche.

Quercus myrtifolia bleibt eher buschig, bis 6 m. Sie hat ein sehr dichtes Laub mit sehr elegantem Neuaustrieb. Von amerikanischen Gärtnern wird sie bis Z 8a eingeordnet. Das es bisher kaum Freilanderfahrungen gibt, wäre eine Kübelhaltung vorzuziehen.

Quercus phillyreoides, immergrüne Eiche aus Zentral- und Südjapan, bis 9 m Höhe. Gut resistent gegenüber Pilzinfektionen, Blätter ähnlich der Steinlinden (Phillyrea, Name!), bronzefarbener Neuaustrieb, gute Erfahrungen liegen bis Z 7b vor, dort vollständig hart, wenn als kräftige Jungpflanze ausgepflanzt. Manche Gärtner sagen, dies sei die härteste der immergrüne Eichen.

Quercus polymorpha, oder auch Monterrey-Eiche genannt, stammt aus dem mexikanischen Hochland und wächst im Habitat mit vielen Yucca, Dasylirien und anderen Sukkulenten. Am Naturstandort bis 15 m Höhe, elliptische Blätter. Frosttoleranz nach ersten Erfahrungen ausreichend für Z 8, wahrscheinlich auch Z 7.

Quercus rotundifolia ist eine größere immergüne Eiche, bis 8 m und mehr. Mittlerweile wird sie häufig im Mittelmeerraum zu ornamentalen Zwecken gepflanzt. Von den immergrünen Eichen ist es jene, die am schnellsten wächst und wäre gerade aus diesem Grund für unser Klima interessant, da die meisten anderen Arten sehr lange benötigen, bis aus ihnen ansehnliche Exemplare geworden sind. Bisher ist sie allerdings kaum im Freiland erprobt, dürfte aber ein gutes Potential haben, zumindest in den wintermilden Regionen.

Quercus suber, die Korkeiche, ist an einem geschützten Standort in milden Regionen ausreichend hart. Sie bleibt zumeist immergrün, wächst sehr langsam und man sollte nur kräftige Exemplare zum Auspflanzen wählen, am besten wenn diese schon einen armdicken Stamm aufweisen.

Quercus virginiana, die Lebens-Eiche stammt aus dem Süden Nordamerikas bis nach Mexiko. Sie ist der Staatsbaum von Georgia. Es ist eine große und relativ zügig wachsende immergrüne Eiche mit interessantem Habitus, da die Äste horizontal wachsen. Erste Freilandresultate zeigen eine gute Härte in Z 8, wahrscheinlich auch Z 7.

Ebenfalls vielsprechend sind, bei entsprechender Auswahl der Herkunft:
Q. gilva, aus Japan und China, bis 1.500m Höhe.
Q. glauca, die blaue Japaneiche, wahrscheinlich bis Z 7b
Q. salicina, aus Kapan, Korea und China, bis 900 m Höhe.


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